Die letzten fünf Überlebenden sprechen von Genozid
Die Akuntsu sind ein kleines Volk in Amazonien mit nur fünf Mitgliedern. Sie sind die letzten bekannten Überlebenden ihres Volkes und leben im westbrasilianischen Bundesstaat Rondônia.
In nur wenigen Jahrzehnten werden die Akuntsu aussterben und die Menschheit einzigartige Menschen, Sprache und Kultur verlieren.
Heute bewohnen die Akuntsu ein kleines Stück Wald. Ihr Gebiet wurde vom brasilianischen Staat offiziell anerkannt und abgegrenzt, ist aber von riesigen Rinderfarmen und Sojaplantagen umgeben. Diese ersetzten die ehemals weitläufigen Regenwälder von Rondônia, welche die Heimat vieler indigener Völker waren.
Die Akuntsu leben in zwei kleinen Malocas (Gemeinschaftshäusern) aus Stroh. Sie sind leidenschaftliche Jäger. Wildschweine, Agutis und Tapire sind beliebtes Jagdvieh. Zudem züchten sie Maniok und Mais, sammeln Waldfrüchte und fangen von Zeit zu Zeit Fische.
Die Akuntsu stellen Holzflöten her die sie für Tänze und Rituale nutzen. Sie tragen Armbänder und Fußkettchen aus Palmfasern. Früher waren ihre Halsketten aus Muscheln, heute werden sie aus den Resten von Düngecontainern hergestellt, welche von den Ranchern weggeschmissen wurden. Zu Zeremonien bemalen die Akuntsu ihre Körper mit Urucum (Lebensmittelfarbstoff).
Konibu, der ältere der zwei Akuntsu Männer, ist Schamane. Er inhaliert Schnupftabak um mit der spirituellen Welt zu kommunizieren und bläst den Rauch anschließend über seine Familie und Besucher, um schlechte Geister abzuwehren und den Körper zu reinigen.
Die Akuntsu leben weiterhin in Angst vor den Gefahren um sie herum. Werden Sie aktiv damit ihr Land geschützt wird.