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Die Awá

Unkontaktierte Indigene stehen vor Auslöschung

Die Awá sind eine der letzten Gruppen von nomadischen Jägern und Sammlern in Brasilien. Mehr als 60 Awá haben keinerlei Kontakt zur Außenwelt.

Obwohl die meisten von ihnen in rechtlich anerkannten Schutzgebieten leben, wird der Lebensraum der Awá immer kleiner: Holzfäller, Siedler und Viehzüchter dringen in ihr Land ein und holzen ihren Wald ab.

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Die Awá jagen, fischen und sammeln Nüsse und Früchte im Wald. Diejenigen, die als Nomaden leben, sind in äußerst mobilen, autonomen Gruppen von höchstens 20-30 Mitgliedern organisiert.

Auf ihren Wanderungen durch die Wälder bauen sie tapiris oder vorübergehende Behausungen und halten die Asche des letzten Feuers heiß, um das Feuer an ihrem Zielort wieder entzünden zu können. Fleisch wird über dem Feuer geröstet.

Die Awá haben eine starke Bindung an die Natur und jede Gruppe hat ihr eigenes Gebiet das sie harakwá nennen.


Eine Gruppe der Awa im Wald.© Fiona Watson/Survival

Alles was die Awá für ein gutes Leben benötigen bekommen sie im Wald. Die Männer sind sehr gute Jäger und herausragende Imitatoren von Tieren, was ihnen hilft Wildtiere zu lokalisieren. Frauen sammeln Nüsse, Früchte und Insekten und weben aus den Fasern von Palmenblättern Röcke, Hängematten und Tragegurte für Kleinkinder.

Die meisten Awá Familien halten Haustiere, bevorzugt Affen. Die Federn von Aras und Papageien werden für Arm- und Kopfschmuck genutzt.

Die Awá glauben, dass karawá , Lebewesen oder Geister der Vorfahren, als Tiere und Vögel den Himmel bewohnen und wunderschön singen, um die Awá von Krankheiten zu heilen. Die karawá kommen während des Tages auf die Erde um zu jagen. Sie können auch nachts erscheinen, wenn die Awá ihr takajá Ritual aufführen. Dabei tanzen Männer wie Vögel um ein Gehäuse aus Palmblättern, von dem aus sie – begleitet vom Gesang der Frauen – in den Himmel fliegen.

Die Awá waren vermutlich vor einigen hundert Jahren einmal sesshaft und bauten Maniok und Mais in Gärten an. Doch im 19. und 20. Jahrhundert drangen Scharen von Siedlern in ihr Land ein. Nur durch ihre Flucht konnten sie Massakern oder der Sklaverei entkommen. Die Awá Indianer wurden zu Nomaden, um zu überleben.

Um die Awá vor den Auswirkungen des Entwicklungsprojekts Carajás zu schützen, entschied die brasilianische Indianerbehörde FUNAI in den 1970ern und 80ern, mit den Awá in Kontakt zu treten und sie anzusiedeln.

Dies hatte katastrophale Folgen: Viele Awá starben an Krankheiten wie Grippe und Malaria. Von ursprünglich 91 Angehörigen einer Awá-Gemeinde haben vier Jahre später nur 25 überlebt.

Die meisten der kontaktierten Awá – und viele, die nie kontaktiert wurden – sind Überlebende blutiger Massaker, von denen sie körperliche und seelische Narben davon getragen haben.

Karapiru ist einer von den ihnen. Er überlebte einen solchen Angriff und floh daraufhin in den Wald, wo er sich zehn Jahre lang versteckt hielt und ständig nomadisch lebte.

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