Das Recht der Buschleute auf Wasser bestätigt
Die indigene Bevölkerung des Central Kalahari Game Reserve hat einen historischen Sieg vor Gericht errungen, der ihr Recht auf Nutzung eines Trinkwasserbrunnens bestätigt.
Die Regierung sagt, sie wird die Entscheidung befolgen.
2002 brachten die Buschleute die botswanische Regierung vor Gericht. Sie forderten, dass das Gericht ihre Vertreibung als illegal erklärte. Aufgrund prozeduraler Verzögerungen begannen die Anhörungen erst 2004.
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| Roy Sesana, Sprecher der Buschleute im Central Kalahari Game Reserve, Botswana. © Lottie Davies/Survival |
Obwohl die Buschleute die ärmsten Einwohner Botswanas sind, wurde der Prozess der längste und teuerste in der Geschichte Botswanas.
239 erwachsene Buschleute tauchten namentlich im Prozess auf, weitere 135 Erwachsene baten darum, ebenfalls hinzugefügt zu werden. Zusammen mit ihren Kindern repräsentierten sie ungefähr 1.000 Menschen.
Von den ursprünglichen 239 Buschleuten starben 12%, während sie auf das Urteil warteten.
Während des Prozessverlaufs versuchten viele Buschleute in ihr angestammtes Land im Reservat zurückzukehren. Nahezu alle wurden wieder von der Regierung vertrieben, manche von ihnen zum dritten Mal. Während des Prozesses wurde eine wichtige Klausel, die die Rechte der Buschleute in der Verfassung Botswanas schützte, von der Regierung entfernt.
Durch die Großzügigkeit der Unterstützer konnte Survival den Buschleuten helfen, ihren Fall vorzuführen.
Am 13. Dezember 2006 errangen die Buschleute einen historischen Sieg. Die Richter entschieden, dass ihre Vertreibung durch die Regierung „unrechtmäßig und verfassungswidrig“ sei und dass die Buschleute das Recht haben, innerhalb des Reservats auf ihrem angestammten Land zu leben.
Das Gericht beschloss außerdem, dass die Buschleute das Recht haben, innerhalb des Reservats zu jagen und zu sammeln. Sie dürfen es betreten ohne eine Erlaubnis beantragen zu müssen. Lesen Sie mehr zu dieser historischen Entscheidung
Obwohl die Regierung bald darauf erklärte, dass sie die Gerichtsentscheidung nicht anfechten würde, hat sie seitdem alles getan, um die Umsetzung zu behindern.
2010 klagten die Buschleute erneut gegen die Regierung, um den Zugang zu Trinkwasser in dem Reservat zu sichern. Ein Richter entschied zunächst gegen die Buschleute. Im Januar 2011 wurde seine Entscheidung jedoch von Botswanas Berufungsgericht in höchster Instanz aufgehoben, den Buschleuten das Recht auf Nutzung des Brunnens zugesprochen und die Regierung der „erniedrigenden Behandlung“ für schuldig befunden.
Ihre Unterstützung ist entscheidend für das Überleben der Buschleute. Es gibt mehrere Möglichkeiten zu helfen.