Das Recht der Buschleute auf Wasser bestätigt
Die indigene Bevölkerung des Central Kalahari Game Reserve hat einen historischen Sieg vor Gericht errungen, der ihr Recht auf Nutzung eines Trinkwasserbrunnens bestätigt.
Die Regierung sagt, sie wird die Entscheidung befolgen.
Botswanas oberstes Berufungsgericht hat entschieden, dass die Buschleute das Recht auf Zugang zu Wasser auf ihrem Land im Central Kalahari Game Reserve haben.
Die Unterbrechung der Wasserversorgung war eine der Methoden, mit der die Regierung versucht hatte die Buschleute an der Rückkehr in das Central Kalahari Game Reserve zu hindern. Die Regierung hat angekündigt, sich an die Entscheidung zu halten.
Vor den Zwangsräumungen bezogen die Buschleute Wasser aus einem Bohrloch in der Mothomelo Gemeinde. Ein Tankwagen brachte einmal im Monat Wasser zu den umliegenden Gemeinden.
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| Buschleute in Molapo im Central Kalahari Game Reserve, gewinnen z.B. aus Melonen Wasser © Lottie Davies/Survival |
Während der Zwangsräumungen hat die Regierung diese Versorgung unterbrochen und alle Wassertanks sowie die Wasserpumpe am Bohrloch entfernt, damit es nicht mehr benutzt werden kann.
Viele Buschleute sind sowohl vor als auch nach ihrem Gerichtssieg in das Reservat zurückgekehrt. Sie beziehen ihr Wasser aus „Pfannen“ – mit Regen gefüllte Vertiefungen im Sand – sowie aus Melonen und Wurzeln. In der Trockenzeit ist das Leben sehr beschwerlich, und mindestens eine Frau ist schon an Hunger und Durst gestorben.
Die Regierung hat es den Buschleuten verboten, das Bohrloch wieder zu öffnen und zu nutzen, obwohl die Buschleute angeboten haben, die Kosten selbst zu tragen. Gründe für dieses Verbot wurden nicht genannt.
Die Regierung hat jedoch dem Diamantenunternehmen in dem Reservat erlaubt alles Wasser zu nutzen, dass es benötigt. Es wurden mit der Unterstützung von Tiffany & Co. neue Brunnen exklusiv für Wildtiere gebohrt und Wilderness Safaris durfte in dem Reservat eine Lodge mit Pool eröffnen.
Die Buschleute haben rechtliche Schritte gegen die Regierung eingeleitet um Zugang zu ihrem Brunnen zu erhalten. Im Juni 2010 gab eine Anhörung in dem Fall, der jedoch später vom Richter abgelehnt wurde.
Im Januar 2011 wurde seine Entscheidung jedoch von Botswanas Berufungsgericht in höchster Instanz aufgehoben und die Regierung der „erniedrigenden Behandlung“ für schuldig befunden.
Die Regierung hat zugesagt sich an die Entscheidung zu halten. Die Buschleute erwarten derweil die tatsächliche Reaktion, wenn sie das Urteil in die Tat umsetzen wollen.
Laden Sie hier das vollständige Urteil des Gerichts von 2010 herunter
Laden Sie hier das vollständige Urteil des Berufungsgerichts von 2011 herunter
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