Die Enxet (ausgesprochen „Enk-let“’) sind eines der 18 indigenen Völker in Paraguay. Sie leben in den Montes (trockener Urwald) des Chaco, einer Region im Westen Paraguays.
Früher waren die Enxet Jäger und Sammler, die sich selbst versorgen konnten. Heute werden die meisten von ihnen als Arbeiter auf den riesigen Viehfarmen, die ihr Land überziehen, ausgebeutet. Sie versorgen sich teilweise noch selbst, indem sie Wasserschweine (das größte Nagetier der Welt), Hirsche und Leguane jagen und wilden Honig sammeln.
Einigen Enxet gelingt es noch immer, vollständig vom Jagen, Sammeln und dem Anbau von wenigen Gemüsearten zu leben.
Die Farmer haben das Land der Enxet fast vollständig an sich gerissen und riesige Gebiete ihres Waldes in der Absicht abgeholzt, das Land für die Jagd und das Sammeln unbrauchbar zu machen. Viele der Enxet leben nun in winzigen Parzellen, die verschiedene religiöse Gruppen für sie gekauft haben.
In den letzten Jahren waren viele der Enxet extremer Verfolgung und Gewalt ausgesetzt, in dem Versuch sie von ihrem noch verbliebenen Land zu vertreiben oder auszuhungern.
Die Arbeit von Survival mit den Enxet hat in den letzten Jahren die Regierung davon überzeugt, die Rückgabe von Teilen des Landes von den Viehzüchtern an seine rechtmäßigen Eigentümer zu finanzieren. Das führte auch zur Streichung eines italienischen Projekts, das die Ansiedlung von Hunderten von Siedlern im Gebiet der Enxet vorsah.
Nun drängt Survival die Regierung Paraguays ihre konstitutionelle Verpflichtung indianisches Land zu schützen einzuhalten, indem sie den Enxet ihr Land zurückgibt und ihnen das Ende jeglicher Verfolgung zusichert.