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Pygmäen

 
 

Rassismus ist ein zentraler Faktor hinter vielen Problemen der Waldvölker.

Ihre egalitären sozialen Strukturen werden von Nachbargemeinden, internationalen Unternehmen und Organisationen die starke (männliche) Führung schätzen, häufig nicht respektiert.

© Salomé/Survival

Die enge Beziehung der Völker zu ihren Wäldern wurde einst von anderen Gesellschaften geschätzt und respektiert. Heute wird sie verspottet.

Viele Tier- und Landwirte in der Region betrachten die Waldvölker – die weder Land noch Tiere besitzen – als „rückständig“, verarmt oder „minderwertig“. Häufig werden sie behandelt wie „Unberührbare“.

Politische Anerkennung und Vertretung

Aus dem Versuch heraus ethnische Konflikte zu vermeiden, haben eine Reihe von Staaten wie Ruanda und die Demokratische Republik Kongo (DRC) die Idee einer Nation als „ein Volk“ propagiert. Den „Pygmäen“ wurde daher nachdrücklich der Status als „indigen“ versagt und die Anerkennung ihrer besonderen Bedürfnisse verweigert.

Angehörige der „Pygmäen“ sind nur ungenügend in den Regierungen – ob national, regional oder lokal – der Länder vertreten, in denen sie leben.

Ihr geringer sozialer Status und die fehlende Vertretung ihrer Anliegen macht es schwer für sie ihr Land – und die Ressourcen in ihm – gegenüber Außenstehenden zu verteidigen

Sklaverei

Im August 2008 wurden fast 100 „Pygmäen“ in der DRC aus der Sklaverei entlassen – fast die Hälfte kam aus Familien, die seit Generationen in Sklaverei gelebt hatten.

© Salomé/Survival

Diese Behandlung wurzelt in der Überzeugung, dass „Pygmäen“ minderwertig sind und daher ihren „Meistern gehören“ können.

Zwangsarbeit auf Farmen ist für viele vertriebene „Pygmäen“ nur zu alltäglich. Sie sind ohne Land und Vertretung ihrer Interessen extrem verwundbar und haben wenig Sympathie oder Unterstützung.

Die Entlohnung für „Pygmäen“ ist in der gesamten Region geringer als im Durchschnitt.