Ein großer Teil des Landes, das traditionell von Pygmäen bewohnt wird, ist reich an Holz und Mineralien.
Zwischen Abholzungsfirmen und Naturschützern gibt es inzwischen ein Wettrennen – darum den Anspruch auf die restlichen Wälder zu erheben.
Die Rechte und Bedürfnisse der Waldvölker wurden im Gerangel um die zentralafrikanischen Wälder übersehen.
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| © Salomé/Survival |
Im Kongo (DRC) stürmten multinationale Abholzungsunternehmen bei den ersten Anzeichen von Frieden in die Region, um wertvolles Holz zu gewinnen.
Örtliche Gemeinschaften werden mit Tricks dazu gebracht Verträge zu unterschreiben und verlieren dadurch ihre Rechte am Land, ihr kulturelles Erbe, die Quelle ihrer Lebensgrundlagen und ihre gesicherte Nahrung im Tausch gegen eine Handvoll Salz, Zucker oder eine Machete.
Die Folgen sind verheerend für das Volk, den Wald, das Klima und die Zukunft des instabilen Landes.
Auf die Abholzungsfirmen folgen tausende von Siedlern, begierig darauf auf dem gerodeten Land Agrarwirtschaft zu betreiben und feindlich gegenüber den Waldvölkern, deren Land zerstört wurde.
Es ist ein Teufelskreis für die Waldbewohner entstanden, ihres Waldes und dadurch ihrer Mittel, die sie zum Überleben benötigen, beraubt, verarmen sie weiter durch Auswärtige, die ihre Situation ausnutzen.
Mit steigender Armut kommt die nachlassende Fähigkeit ihre Rechte zu verteidigen. Riesige Plantagen, die multinationalen Konzernen gehören, breiten sich in bewaldeten Gebieten aus.
In Kamerun wurden Bagyeli Gemeinschaften an einem Rand des Campo Ma’an Nationalparks zwischen dem Naturschutzgebiet und dem Land, das internationalen Unternehmen zur Nutzung übergeben wurde, in die Enge getrieben.
Ölpalmen- und Kautschukbaumplantagen sind unzugängliche Gebiete für die Bagyeli und es gab keine Entschädigung für den Verlust ihres Landes, keine Arbeit, Gesundheitsversorgung oder andere Unterstützung.
Ihre Gesundheit verschlechtert sich, da Moskitos in den Plantagen schlüpfen, Malaria in dem Gebiet zunimmt und die Nahrung der Bagyeli ohne Zugang zu Waldfrüchten radikal abgenommen hat.
Auswärtige, die gekommen sind um in den Plantagen zu arbeiten, diskriminieren die Bagyeli und jagen die lokalen Tierarten. Sie berauben die Bagyeli damit ihrer Hauptquelle an Proteinen.
Im Jahre 1991 wurde der undurchdringliche Bwindi Wald in Uganda zum Nationalpark erklärt. Die Batwa wurden gewaltsam vertrieben und ihnen wurde das Jagen und Sammeln verboten; wenige wurden entschädigt.
Sie wurden nicht angehört. Die meisten von Ihnen leben nun als „illegale Siedler“ auf dem Land anderer Leute, immer mit der Angst davor ohne Zugang zu dem Wald und ohne ihr eigenes Land weiterziehen zu müssen.
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| Pygmäen sind Waldexperten. Hier sieht man einige in der Demokratischen Republik Kongo. © Kate Eshelby/Survival |
Ältere berichten, dass sie ihren Kindern nicht die traditionellen Fertigkeiten beibringen können – Honig sammeln, jagen, Pflanzenmedizin – weil sie nicht in den Wald gehen können.
Die Batwa wurden von den Parks ausgeschlossen, aber werden draußen von den Bauern misshandelt und ausgenutzt.
Landwirte, die mit ihrer Landwirtschaft in den Wald eingedrungen wurden, erhielten eine Entschädigung als die Gebiete unter Naturschutz gestellt wurden. Umgesiedelte Batwa erhielten keine.
Die Einnahmen aus dem Tourismus von einigen der großen Nationalparks in diesem Gebiet sind reichlich. Ausländische Besucher zahlen hunderte Dollar für einen Tagesausflug um die Gorillas in Bwindi zu sehen.
Dieses Geld geht an die ugandische Regierung. Es sind die örtlichen Waldvölker, die die höchsten Kosten getragen haben.
Twa-Gemeinschaften wurden aus den Parks in der ganzen Region vertrieben, einschließlich dem Volcanoes National Park (Ruanda), Mgahinga (Uganda) und Kahuzi-Biega in der Demokratischen Republik Kongo.
Als Waldbewohner litten sie besonders darunter, dass ihr Land in Naturschutzgebiete umgewandelt wurde aus denen sie verjagt wurden.
In Armut und am Rande des Landes als „illegale Siedler“ lebend, das einst ihnen gehörte, sind sie vom Betteln und Arbeiten für andere für Hungerlöhne abhängig geworden.
1999 wurde der Campo Ma’an National Park für die Umweltzerstörung als „Entschädigung“ abgegrenzt, die durch die Chad-Kamerun-Erdölleitung verursacht wurde.
Die Bagyeli Jäger und Sammler verloren nicht nur ihr Land. Sie wurden auch vom Zugang zum Land ausgeschlossen und gezwungen sesshaft zu werden und Landwirtschaft zu betreiben – ohne gefragt zu werden.
Bezüglich Kameruns See Lobeke und den Boumba-Bek Parks, stellte kürzlich die Global Environment Facility – ein Gründer der Parks – fest, dass mehrere Baka Gemeinschaften umgesiedelt wurden und 8.000 Menschen unter dem Verlust des Einkommens litten, da sie vorher Ressourcen in dem Gebiet gesammelt hatten.