Ayoreo-Indianer senden Video-Botschaft an spanischen Magnat 27 Februar 2014

"In einer dringenden Video-Botschaft fordert Ayoreo-Anführer Porai Picanerai, dass der spanische Bau-Konzern Grupo San José das angestammte Land der Ayoreo zurückgibt."
"In einer dringenden Video-Botschaft fordert Ayoreo-Anführer Porai Picanerai, dass der spanische Bau-Konzern Grupo San José das angestammte Land der Ayoreo zurückgibt."

© OPIT/ Survival

Anführer des indigenen Ayoreo-Volkes in Paraguay haben erstmals eine Video-Botschaft an den spanischen Bau-Konzern Grupo San José und seine Tochterfirma, die Ranch Carlos Casado S.A., gesandt und sie aufgefordert, das angestammte Land, das von ihren unkontaktierten Ayoreo-Verwandten bewohnt wird, zurückzugeben.

Im kurzen Video-Clip sprechen drei Ayoreo-Männer über die schlimmen Folgen der Abholzung, die durch die Aktivitäten der Viehfarmer auf dem Gebiet der unkontaktierten Ayoreo verursacht wird. In dem Video rufen die Ayoreo ihre Unterstützer auf, ihnen dabei zu helfen, den Chaco-Wald vor weiterer Zerstörung zu schützen.

Porai Picanerai, einer der Ayoreo-Anführer, sagte: “Ich habe Grupo San José gebeten unser Land zurückzugeben. Wenn sie den Wald fällen, werden nämlich unsere Brüder, die immer noch dort leben, Angst haben.”

Sehen Sie den vollständigen Aufruf (auf Spanisch):

Das Tochterunternehmen von Grupo San José, Carlos Casado S.A., besitzt große Flächen des angestammten Ayoreo-Landes im Chaco-Wald im Norden Paraguays und wurde bereits beim illegalen Rodens des Waldes ertappt. Der Chaco-Wald wird mit der höchsten Abholzungsrate der Welt zerstört.

Der Ayoreo-Anführer Esoi Chiquenoi sagte: “[Als wir im Wald lebten], wussten wir wegen all der Abholzung nicht, wo wir hingehen sollten. Ich möchte, dass die Nicht-Indianer uns helfen unser Land, das Land unserer Ahnen, zu schützen, weil einige von uns immer noch im Wald leben.”

Der Ayoreo-Anführer Gabide Etacori fügte hinzu: “Jonoine [der Anführer der unkontaktierten Ayoreo] befindet sich noch im Wald und er wird vor den Viehzüchtern und ihren Bulldozern Angst haben.”

Die unkontaktierten Ayoreo, die letzten unkontaktierten Indigenen Amerikas außerhalb des Amazonas-Regenwaldes, leben auf der Flucht vor den Bulldozern, die ihre Häuser und Gärten planieren, um Platz für das Vieh zu schaffen. Krankheiten, die von Außenstehenden eingeschleppt werden, könnten die Angehörigen des indigenen Volkes ausrotten.

Die Mehrzahl der Ayoreo, die kontaktiert und aus den Wald gebracht wurden, leiden heute an schweren Atemwegskrankheiten wie Tuberkulose. Mehrere von ihnen sind in den letzten Jahren gestorben.

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Survival International hat die Aktionäre von Grupo San José aufgefordert, ihre Anteile am Unternehmen aus Protest abzustoßen. Survivals Unterstützer haben Tausende Briefe an Paraguays Umweltminister geschickt.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: “Paraguay kann sich bereits des zweifelhaften Ruhmes erfreuen, die schnellste Abholzungsrate der Welt zu haben. Wenn das Land ernsthaft um den ürbigen Wald besorgt ist, braucht es nicht weiter zu suchen: Die Ayoreo sind die wirklichen Hüter ihres Landes. Doch stattdessen wird das UNESCO-Biosphärenreservat rapide zerstört, um die brasilianische Rindfleisch-Industrie zu fördern und in die Taschen eines der reichsten Spanier zu wirtschaften.”

 

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