Historischer Sieg für die Ogiek 31 März 2014

Angehörige der Ogiek in Kenia
Angehörige der Ogiek in Kenia
© Survival

Nach mehr als 18 Jahren haben Kenias Gerichte endlich zugunsten der Ogiek, eines der letzten Jäger und Sammler-Völker Afrikas, entschieden.

Hunderte Familien wurden vor fast zwanzig Jahren von ihren angestammten Gebieten im Mau-Wald vertrieben. Nun hat das Gericht anerkannt, dass dies ihr grundlegendes Recht auf Leben verletzt hat.

Dennoch werden im Zusammenhang mit der Gerichtsentscheidung mehrere Aspekte mit Sorge betrachtet. Das Gericht hat weder die Ogiek als die indigenen Einwohner des Mau-Waldes anerkannt, noch sicher gestellt, dass sie in die Lage versetzt werden, auf ihre Gebiete zurückzukehren. Die Ogiek müssen nun die Entscheidung der National Land Commission abwarten.

Auch ist es noch unklar, inwiefern die Gerichtsentscheidung respektiert wird, da Kenias Regierung in der Vergangenheit über unterschiedliche Gerichtsentscheidungen rücksichtslos hinweggegangen ist.

Trotz eines Zwischenurteils von 2013 des Afrikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte und die Rechte der Völker hat die Regierung die Ogiek weiterhin mit Gewalt vertrieben. Mit der Vertreibung des benachbarten Volkes der Sengwer von seinem Land in den Cherangany-Bergen hat sie ebenfalls eine Entscheidung seines Obersten Gerichtes verletzt.

Die Behörden Kenias haben bereits Berufung eingelegt und behaupten, die Ogiek hätten nicht bewiesen, dass ihre verfassungsmäßigen Rechte verletzt worden sind.

Währenddessen wird der Fall der Ogiek weiterhin vom Afrikanischen Gerichtshof in Arusha behandelt. Die Entscheidung wurde vergangenen Monat vertagt.

 

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