Das letzte Gefecht der Buschmänner – bewaffnete Polizei greift das Reservat an 11 September 2005

Heute wurde allen Gana und Gwi Buschmännern, die auf ihr Land im Zentral Kalahari Wildschutzgebiet zurückgekehrt sind, befohlen, das Land innerhalb von 10 Tagen zu verlassen. Bewaffnete Einheiten von Polizei und Wildschutzbeamten campieren im Reservat und drohen den Buschmännern mit Erschießung.

Der Regierungsvertreter der Region ging heute zu den Gemeinden im Reservat, um den Buschmännern diese Nachricht zu verkünden.

Alle bis auf 30 Buschmänner im Reservat wurden im Jahr 2002 schon einmal vertrieben. Sie sind trotz des Widerstands der Regierung zurückgekehrt. Im Moment leben etwa 200-250 Menschen auf ihrem Land im Reservat. Hunderte weitere warten in den Zwangsansiedlungslagern außerhalb des Reservats verzweifelt auf ihre Rückkehr.

Die Regierung handelt ungeachtet des laufenden Gerichtsprozesses, der darüber entscheiden soll, ob die Buschmänner das Recht haben in ihrem Reservat zu leben. Die Nachricht von den Gewaltandrohungen wird den botswanischen Präsidenten Festus Mogae und seinen Außenminister Mompati Merhafe nach New York begleiten, wo Mogae vor dem Rat der Vereinten Nationen sprechen soll.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: "Die botswanische Regierung kümmert sich weder um ihre Gerichte noch das Gesetz. Am wenigsten kümmert sie sich um ihre Ureinwohner. Alle Minderheiten müssen sich nun bedroht fühlen.

Wir werden dafür sorgen, dass die internationale Gemeinschaft die Buschmänner und ihr Leid nicht vergessen wird. Die Welt wird bei ihrer Zerstörung – die sich nun zum Genozid entwickelt – nicht wegsehen. Botswana-Touristen und De Beers' Diamantenkunden sind von nun an Komplizen dieses schlimmsten Verbrechens."


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