Fachtierärzte bestätigen: Krankheiten sind ein “fadenscheiniger" Grund für die Schließung des Buschmann-Reservats 16 September 2005

Das Argument der botswanischen Regierung für die Schließung des Gana und Gwi Buschmann-Reservats wurde heute von einer Gruppe international renomierter Fachtierärzte als „fadenscheinig" abgewiesen.
 
Die Regierung behauptet, sie hätte das Zentral Kalahari Wildschutzgebiet
aufgrund eines Ausbruchs der Haustierkrankheit Sarkoptesräude unter
den Ziegen der Buschmänner schließen lassen. Doch in einem Brief, der heute
in der botswanischen Tageszeitung Mmegi erschien, schreiben die
Veterinärwissenschaftler: "Diese Krankheit, obwohl potentiell gefährlich in bestimmten Tierbeständen, kann bei domestizierten Tieren sehr einfach mit
modernen Medikamenten behandelt werden."
 
„Es ist äußerst wichtig infektiöse Krankheiten im Haustierbestand unter Kontrolle zu halten, aber die Maßnahmen dazu sollten der Situation angemmessen sein. Die Entfernung der Tiere aus dem Park kann in diesem Falle nicht als krankheitsbedingte Kontrollmaßnahme gerechtfertigt werden."
 
Zu den Wissenschaftlern gehören Professor Lord Soulsby of Swaffham Prior
und Ivan Horak, emeritierter Professor der  Abteilung für tropische Tierkrankheiten an der Onderstepoort Universität, Südafrika.
 
Die Buschmann-Organisation „First People of the Kalahari" sagte am Dienstag in einer Pressemitteilung: „Die Regierung von Botswana vertreibt und bekämpft die Buschmänner des Zentral Kalahari Wildschutzgebiets. Polizei und bewaffnete Beamten sind im gesamten Reservat verteilt und belästigen und verängstigen die Menschen."
 
Heute erreichten uns Berichte, dass Polizisten einem Buschmann in die
Hand geschossen haben.
 

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