Im Buschmann-Reservat bricht Gewalt aus 16 September 2005

In Botswana kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen verzweifelten Buschmännern, die aufs Äußerste entschlossen sind im Reservat zu bleiben und Wildschutzbeamten und Polizisten, die diese von dort zu vertreiben versuchen.
 
Mindestens ein Buschmann, Matsipane Mosetlhenyane, musste nach einem Zusammenstoß mit bewaffneten Wildhütern außerhalb des Reservats medizinisch versorgt werden. Bisher unbestätigten Berichten zufolge wurde ihm in die Hand geschossen.
 
Zuvor hatten gestern Polizisten die Funkgeräte der Buschmann-Organsisation "First People of the Kalahari" beschlagnahmt, die zur Kommunikation mit Buschmännern innerhalb des Reservats gebraucht wurden. Da das Reservat hermetisch abgeriegelt ist und sich viele Polizisten und Wildhüter in den Buschmann-Gemeinden befinden, gelangen nur wenige Nachrichten aus dem Gebiet an die Öffentlichkeit.
 
Die Gerichtsverhandlung, die die Buschmänner gegen die botswanische Regierung anstrengen, wurde derweil bis Februar 2006 ausgesetzt, um den Klägern etwas Zeit zum Auftreiben von Geldern zu gewähren, ohne die der Prozess nicht fortgeführt werden kann. Der Fall ist schon jetzt der längste und teuerste Gerichtsprozess, den das Land je gesehen hat – obwohl er von den ärmsten Bürgern des Landes angestrengt wird.


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