Erneute Bedrohung für die heiligen Berge der Dongria Kondh 19 November 2015

"Die Entschlossenheit, Beharrlichkeit und der Erfolg der Dongria hat ihnen internationale Anerkennung eingebracht und indigene Völker auf der ganzen Welt inspiriert"
"Die Entschlossenheit, Beharrlichkeit und der Erfolg der Dongria hat ihnen internationale Anerkennung eingebracht und indigene Völker auf der ganzen Welt inspiriert"
© Survival

Das Dongria-Kondh-Volk muss den Kampf gegen die Pläne, eine Mine auf seinem heiligen Bergen zu bauen, wieder aufnehmen. Die Regierung des Bundesstaates Odisha unterstützt erneut das Vorhaben, Bauxit unter der Niyamgiri-Hügelkette abzubauen, obwohl das Projekt enorme Umweltschäden verursachen und die indigenen Gemeinden der Region zerstören würde. Dabei wurde es bereits vor zwei Jahren aufgrund einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes ad acta gelegt.

Es wurden umfangreiche Konsultationen mit den Dongria abgehalten, die in einem Referendum – angeordnet vom Obersten Gerichtshof – einstimmig gegen die Mine gestimmt hatten. Auf das Referendum, das zur Annullierung des Projektes führte, folgte ein lokaler sowie internationaler Aufschrei. Aber der Bundesstaat Odisha greift seine Pläne, die Bauxit an den Hügeln zu fördern, wieder auf, um die naheliegende Aluminiumraffinerie des britischen Bergbauunternehmen Vedanta Resources zu beliefern. Solche Operationen haben sich bereits als verhängnisvoll für indigene Gemeinden anderswo in Indien herausgestellt.

Für die Dongria Kondh, ein indigenes Volk aus dem Osten Indiens, sind die Niyamgiri-Berge nicht nur die Basis ihrer Existenz, sondern sie sehen diese auch als ihr angestammtes heiliges Land an. Somit ist die Hügelkette von grundlegender Bedeutung für ihre Identität und ihre Lebensweise.

Nun sprechen sich die Dongria erneut gegen diese Bedrohung aus. Mukuna Sikaka sagte: „Wir werden um keinen Preis erlauben, dass der Bergbau in den Niyamgiri-Hügeln stattfindet – nicht um all die Entwicklungsbemühungen der Regierung.“

Survival International führte die internationale Kampagne gegen den Bergbaubetrieb und fordert nun die indischen Behörden auf, ihre Versprechen zu halten und die Wünsche der Dongria Kondh, die Menschen, die am unmittelbarsten vom Bergbau auf ihrem Territorium betroffen sein werden, zu respektieren.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Das Urteil des Obersten Gerichtshofes stützt das Recht der Dongria Kondh, zu entscheiden, ob der Bergbau auf ihrem Land weitergehen darf. Die Dongria ließen ein klares Nein verlauten. Warum schlägt der Bundesstaat Odisha vor, die Diskussionen um die Zukunft der Mine wieder zu öffnen? Es ist an der Zeit, dass Indien den Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes Folge leistet und die Entscheidung der Dongria respektiert wird.“

 

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  • Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten im Parlament oder der Vertretung Indiens in Ihrem Land.
  • Werden Sie für Survival in Ihrer Umgebung aktiv, zum Beispiel indem Sie Survivals Fotoausstellung zu indigenen Völkern in Indien ausleihen.

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