Rausgeschmissen aus Oxford wegen eines T-Shirts

25 Survival-Demonstranten wurden vergangenen Freitag von Sicherheitskräften aus der Studentenvertretung der Universität Oxford hinausgeworfen. Grund: Sie trugen angeblich "beleidigende" T-Shirts" und "stellten beleidigende Fragen".  Alle Demonstranten waren Mitglieder der Studentenvertretung oder Gäste derselben.

Botswanas Präsident Festus Mogae war eingeladen worden, eine Präsentation vor der Studentenvertretung zu geben,  um den Stand der Demokratie in seinem Land anzupreisen, wurde aber dabei von Studenten und anderen gekontert, die auf die Verfolgung der Kalahari-Buschmänner hinwiesen, die gewaltsam von ihrem angestammten Land vertrieben worden sind.

Drei Buschmänner inklusive eines Kindes sind in den vergangenen Wochen angeschossen worden, und alle Buschmann-Anführer sind verhaftet, inhaftiert und der "illegalen Versammlung" angezeigt worden. Alle Oxford-Demonstranten trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Botswanas Polizei schießt auf Buschmänner".

Präsident Mogae wurde von Demonstranten empfangen, als er das Gebäude der Studentenvertretung betrat und verließ. Die Demonstranten riefen "Warum verfolgen Sie die Buschmänner?" und "Lassen Sie die Buschmänner nach Hause gehen." Er gab keine Antwort außer dem Victory-Zeichen.

Er wurde auch während der Präsentation kritisch befragt, aber einige der Fragesteller wurden kurzerhand des Saales verwiesen.

Der Direktor von Survival, Stephen Corry, der auch gezwungen wurde, das Gebäude zu verlassen, sagte: "Die Studentenvertretung der Universität Oxford behauptet, dass ihre Leitprinzipien "Verschiedenheit und Offenheit" sowie "der freie Austausch von Ideen" seien. Anstattdessen scheint sie einige Lektionen von Botswanas Behörden gelernt zu haben, die routinemäßig jeden des Landes verweisen, der es wagt sie zu kritisieren.

Eine andere Demonstrantin, ein Flüchtling aus Chile, sagte: "Das Verhalten der Funktionäre der Studentenvertretung erinnerte mich an General Pinochets Schergen."


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