Wanniyala-Aetto kehren in den Wald zurück

Einhundert Wanniyala-Aetto Stammesangehörige sind mehr als 20 Jahre nach ihrer Vertreibung auf ihr Land zurückgekehrt. Die Wanniyala-Aetto wurden gezwungen, auf Umsiedlungsgebiete der Regierung zu ziehen als 1983 ihr letztes Waldschutzgebiet zum Maduru Oya Nationalpark erklärt wurde. Parkwächter haben angedroht, diejenigen, die in den Park zurückgekehrt sind, zu verklagen, in einem Versuch, sie somit noch einmal zur Räumung zu zwingen.

Die Wanniyala-Aetto sind die indigenen Völker Sri Lankas. Es wird angenommen, dass sie die Insel bereits seit vielen Millennien bevölkert haben, lange vor der Ankunft der Singhalesen und Tamilen. In den 1950ern begann die Regierung Tausende von Singhalesen auf dem Land des Stammes anzusiedeln, wobei Wälder gerodet und Jagdgründe überflutet wurden.

Seit den Vertreibungen 1983 ist es den Wanniyala-Aetto unmöglich, Wanderfeldbau zu praktizieren und und haben Schwierigkeiten genügend Nahrungsmittel auf den winzigen Landzellen zu anzubauen, die ihnen von der Regierung zugesprochen wurden. Jagen und Sammeln in den Wäldern ist für sie verboten. Einigen Männern ist es nun erlaubt in kleinen Gebieten des Parks zu jagen, doch wer keine Erlaubnis hat  und beim Jagen erwischt wird läuft Gefahr Strafe zahlen zu müssen oder im Gefängnis zu landen. In den letzten Jahren wurden drei Jäger, alle im Besitz der nötigen Genehmigungen, von Parkwächtern erschossen.

Bitte schreiben Sie einen Brief an den Präsidenten von Sri Lanka, in dem Sie ihn bitten, denjenigen Wanniyala-Aetto, die es wünschen, umgehend die Rückkehr auf ihr Land zu gewähren. Ferner muss es ihnen erlaubt sein für den Eigenbedarf zu jagen und Waldfrüchte zu sammeln, ohne Angst vor weiterer Vertreibung, Verfolgung oder Gewalt.

Ihre Exzellenz, die Präsidentin von Sri Lanka
Mrs. Chandrika Bandaranaike-Kumaratunga
Presidential Office
Colombo 1
Sri Lanka
Fax: 94 112 4333 46


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