Erfolg vor Gericht für Buschmannfamilie 1 November 2005

Der High Court, die zweithöchste Instanz in Botswana, hat am Freitag den 28. Oktober angeordnet, dass die Regierung es dem Buschmann Amoglolang Segootsane und seiner Familie gestatten muss, auf ihr Land im Zentral Kalahari Wildreservat zurückzukehren. Sie muss ihm auch seine Ziegen zurückgeben und ihm gestatten, Wasser in das Wildreservat zu bringen.
 
Segootsane ging vor Gericht, nachdem er daran gehindert worden war, nach Hause in das Wildreservat zurückzukehren. Die Regierung hatte es im September abgeriegelt und alle Ziegen der Buschmänner als angeblich erkrankt entfernt. Ein internationales Team von Tiermedizinern hat diese Begründung als „fadenscheinig " zurückgewiesen.
 
Dutzende von Buschmännern sind in den vergangenen Wochen mit Waffengewalt aus dem Wildreservat vertrieben worden. Drei Buschmänner, darunter ein siebenjähriger Junge, erlitten dabei Schusswunden. Alle Mitglieder der Buschmannorganisation First People of the Kalahari wurden verhaftet und geschlagen, als sie im September versuchten, in das Wildreservat zu gelangen.
 
Tshatlha Ntwayamogala, der im Oktober aus dem Wildreservat vertrieben wurde, erklärte gegenüber der Zeitung Telegraph, „Sie sagten uns: ‚wenn ihr von hier weggeht, geht ihr freiwillig.‘ Da sagten wir: ‚Wenn es freiwillig ist, wollen wir nicht gehen.‘ Daraufhin fingen sie an, uns zu bedrohen. Sie sagten uns, wenn wir dableiben, werden sie uns am Ende umbringen. Ein Polizist sagte: ‚Wenn ihr nicht weggeht, werdet ihr alle umgebracht.‘"
 
Der Generaldirektor von Survival, Stephen Corry, erklärte zu dem Gerichtserfolg vom Freitag: „Das ist eine großartige Nachricht. Wir freuen uns sehr, dass das Gericht die Rechte der Segootsane-Familie schützt. Allerdings muss es sich zeigen, ob die Regierung sich an das Urteil hält. Sie muss nun auch allen anderen vertriebenen Buschmännern die Rückkehr gestatten."


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