Gericht erkennt indigenes Landbesitzrecht an

Das Volk der Temuan aus dem Dorf Bukit Tampoi auf der Halbinsel Malaysias hat einen 10 Jahre dauernden Kampf um sein Land gewonnen.

Den Temuan wurde ihr Land 1995 weggenommen, damit eine Verbindungsstraße zum neuen Flughafen gebaut werden konnte. Daraufhin zogen sie Anwälte zu Hilfe, die ihren Fall aufnehmen und ihre Rechte verteidigen sollten. Im September dieses Jahres bestätigte der Malayische Gerichtshof den Temuan ihr Recht auf ihr Land. Des weiteren sollen ihnen ein Bauträger, die Regierung Malaysias, sowie eine Regierungsbehörde umfangreiche Entschädigungsgelder zahlen.
 
Die Behörden hatten behauptet, dass die Temuan und andere  ‘Orang Asli'  bzw. "erste Menschen" zu großem Teil Pächter auf Staatseigenem Land wären und damit keinerlei Anspruch auf Entschädigung erheben könnten.

Richter Gopal sagte in seinem Urteil, "Hier sehen Sie einen Fall, in dem der Staat als höchste Autorität, der gesetzlich verpflichtet ist die Ureinwohner zu schützen, sich gegen sie wendet und es erlaubt, dass sie in einer höchst schäbigen, grausamen, und unterdrückenden Weise behandelt werden. Ich habe die ernste Hoffnung, dass eine Episode wie diese sich nie wiederholen möge."

Der Temuan Tukas Anak Siam sagte, "Das Urteil erlaubt uns, unser Erbe zu erhalten, denn Land ist für uns sehr wichtig, da unsere Leben von ihm abhängen. Wir können ohne dieses noch nicht einmal angemessen sterben."


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