Frau tot im Buschmann-Reservat aufgefunden 10 November 2005

Das neueste Opfer der Vertreibung der Gana und Gwi Buschmänner durch die botswanische Regierung starb vergangene Woche in der Zentral Kalahari. Es wird angenommen, dass Qoroxloo Duxee verhungert ist, nachdem Wildhüter das Reservat blockiert und die Buschmänner von der Nahrungssammlung abgehalten hatten.

Qoroxloo Duxee erzählte der BBC im Juni: „Als ich jung war, jagten die Männer und wir sammelten unser Wasser aus den Wurzeln von Pflanzen. Wir haben gut gelebt und Menschen starben nur in hohem Alter."

Sie starb in der Nähe der Gemeinschaft von Metsiamenong, wo Buschmänner sich noch immer der Vertreibung widersetzen. Die Buschmann Organisation First People of the Kalahari (FPK) äußerte sich in einer Pressemitteilung vom vergangenen Montag: "FPK vermutet, dass sie an Hunger und Durst gestorben ist, da die Wildhüter sie von der Nahrungssuche abgehalten hatten, oder dass die Wildhüter sie gar ermordet haben."
 
Buschmänner, die in den letzten Wochen aus dem Reservat vertrieben worden sind, berichteten, dass Wildhüter ihnen mit der Ermordung gedroht hatten, wenn sie weiterhin jagen würden. Polizisten feuerten Tränengas und Kugeln auf Buschmänner, die im September versucht hatten Nahrungsmittel in das Reservat zu bringen, und nahmen sie daraufhin fest.

Diagnostizierte Fälle von HIV/AIDS im Umsiedlungslager New Xade stiegen zwischen 2001 und 2004 um das Fünffache. Die örtliche Krankenschwester glaubt, dass die Dunkelziffer noch wesentlich höher liegt. Zwei Buschmänner sind seit Beginn der Vertreibungen an den Folgen von Folter durch Wildhüter gestorben, zahlreiche andere starben an ungeklärten Ursachen in den Umsiedlungslagern.

Survivals Generaldirektor Stephen Corry sagte heute: "Die Schockierende Zahl von toten und erkrankten Buschmännern kommt nicht überraschend. Schon immer hatte es verheerende Folgen für die Gesundheit von Stammesvölkern, wenn diese von ihrem Land vertrieben wurden. Sehen sie sich nur die Innu in Kanada an: Sie haben die höchste Selbstmordrate weltweit und Lösungsmittelmissbrauch und Diabetes sind bei Ihnen allgegenwärtig. Es gibt allerdings nur wenige Regierungen heutzutage, die so weit wie die botswanische gehen und die Buschmänner von ihrem Land durch Aushungern vertreiben würden."


Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: info@survival-international.de

Wenn Sie zukünftig unsere Pressemitteilungen per Email erhalten
möchten, nutzen Sie zur Anmeldung bitte das vorgesehene Eingabefeld auf
der linken Seite.


 

Nachrichtenbericht teilen

 

Werden Sie für die Buschleute aktiv

Ihre Unterstützung ist entscheidend für das Überleben der Buschleute. Es gibt mehrere Möglichkeiten zu helfen.

  • Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten im Parlament oder der botswanischen Vertretung in ihrem Land.

Abonnieren

Hier können Sie sich eintragen, wenn Sie eine monatliche E-Mail mit Neuigkeiten über indigene Völker erhalten möchten:

Abonnieren Sie unsere Newsfeeds:

 

oder folgen Sie uns im Netz:

News-Archiv