Buschmann Frau bei Regierungsblockade verhungert

Der Obduktionsbericht von Frau Qoroxloo Duxee hat bestätigt, dass sie an Dehydrierung, Nahrungsmangel und Schock im Zentralkalahari Wildschutzgebiet in Botswana gestorben ist. Die Regierungsblockade des Reservats dauert nunmehr seit drei Monaten, seither halten bewaffnete Wildhüter die Buschmänner im Reservat vom Jagen, Sammeln ab und geben ihnen keinen Zugang zu Wasser. Buschmänner, die versucht hatten ihre Verwandten im Reservat mit Nahrung und Wasser zu versorgen, sind verhaftet worden.

Qoroxloo Duxee starb Anfang des Monats in der Nähe von Metsiamenong, wo sich noch immer einige Buschmänner gegen die Vertreibungsbemühungen der Regierung widersetzen. Ihre Verwandten erhielten letzte Woche Kopien des offiziellen Obduktionsberichts.

Duxee sagte der BBC im Juni, "Als ich jung war jagten die Männer und wir sammelten unser Trinkwasser aus den Wurzeln bestimmter Pflanzen. Uns ging es gut und die Menschen starben lediglich an Altersschwäche."

Fast alle Buschmänner, die seit den Vertreibungen von 2002 wieder in ihr Reservat zurückgekehrt waren, sind erneut seit dessen Schließung am 1. September diesen Jahres vertrieben worden. Sie berichteten der sie vertretenden Buschmann-Organisation First People of the Kalahari, dass Wildhüter gedroht hatten sie umzubringen, wenn sie versuchten zu Jagen und zu Sammeln. Heute leben sie in trostlosen Umsiedlungslagern. Alle Buschmänner, die versucht hatten, Nahrung und Wasser zu ihren Verwandten ins Reservat zu bringen wurden verhaftet. Dabei schoss die Polizei auf sie und setzte Tränengas ein.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute, "Wir sind sehr besorgt um das
Leben der Buschmänner, die sich noch immer der Vertreibung widersetzen. Mehr
und mehr Organisationen werden mit großer Wahrscheinlichkeit den Fall
aufnehmen, sollte das Aushungern und die Gewalt gegen sie weitergehen."


Klicken Sie hier um den Obduktionsbericht zu lesen.


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