Yanomami dringen in die Büros der Nationalen Gesundheitsbehörde ein 5 Dezember 2005

Am 23. und am 28. November drangen Yanomami-Indianer in die Büros der
Nationalen Gesundheitsbehörde FUNASA in Boa Vista ein, um die Wiederaufnahme der Gesundheitsversorgung der Gemeinden der Yanomami zu fordern. Die Gesundheitsversorgung war mehrere Wochen lang lahmgelegt, weil FUNASA ihre Mitarbeiter nicht bezahlt hat und weder Gesundheitsteams noch Medikamente in diese Gegend geflogen wurden. Der Sprecher der Yanomami, Dário Vitório, sagte: "Malaria, Ruhr und andere Krankheiten treten wieder vermehrt auf. Wir sind sehr bestürtzt darüber."

In der Region der Toototobi, so berichtet die NGO CCPY, wurden alleine zwischen 15. und 22. November 40 Fälle von Malaria registriert. Im Staat Amazonas empfangen 5000 Yanomami keine Gesundheitsversorgung und der NGO SECOYA zufolge wurden über 700 Fälle von Malaria bei den Yanomami registriert, die entlang der Flüsse Marauiá und Padauiri leben.



Davi Kopenawa, President der Yanomami Organisation Hutukara sagte in einem
offenen Brief: "Wir Yanomami sind wirklich sehr besorgt weil die Xawara (ansteckenden Krankheiten) in unserem Wald nicht verschwinden. Wir wollen nicht alle wieder an Xawara sterben müssen.  Der Gedanke daran macht uns sehr besorgt und traurig. Die Leute von FUNASA wollen kein Geld für die Yanomami schicken, so wie sie es tun sollten. Nur für die Stadt geben sie Geld. Sie helfen uns nicht Medizin zu kaufen. Aus diesem Grund sind manche unserer Kinder gestorben. In unserem Land gibt es keine Medizin, weshalb sich die gefährlichen Xawara in unseren Häusern ausbreiten."




Yanomami protestieren gegen schlechte Gesundheitversorgung

An einem außerordentlichen Treffen der Yanomami und des Ye'kuana Gemeinderats am ersten Dezember in Boa Vista, gaben indigene Anführer eine Stellungnahme: "In der ganzen Geschichte der indigenen Gesunheitsversorgung haben wir noch nie ein solches Leiden gesehen, das von einer totalen Vernachlässigung durch die Regierung und die Gesundheitsbehörden ausgelöst wurde.

Die Gesundheitssituation wird durch die Anweseneit von Goldsuchern, die sich illegal im Gebiet der Yanomami aufhalten, verschlechtert. In einer Gemeinde, so wurde berichtet, haben sie Gesundheitsbeamte vertrieben. Viele Yanomami befürchten dass wenn die Goldsucher nicht schnell von der Polizei entfernt werden, sich die Krankheiten weiter ausbreiten und ein gewaltsamer Konflikt ausbrechen wird.

 

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