Präsident lässt Wichí warten und trifft sie schließlich doch nicht

Zum zweiten mal innerhalb von fünfzehn tagen hatten sich zehn Wichí Repräsentanten auf die lange und kostspielige Reise von ihrem Land in Nordargentinien in die Hauptstadt gemacht, um den Präsidenten Kirchner zu treffen. Erneut wurde die versprochene Verabredung nicht eingehalten.

Die Wichí hatten ursprünglich um ein Treffen gebeten, um ihren seit langem bestehenden Anspruch auf Schutz ihres verbliebenen Stammeslandes zu äußern. Die Regierung der Provinz von Salta, wo die Indianer leben, versucht die Durchsetzung einer Richtlinie um das Land unter den einzelnen Indianerdörfern und den Siedlern, die seit dem letzten Jahrhundert die fruchtbarsten Gebiete besiedeln, aufzuteilen. Die Wichí glauben, dass die Bundesregierung, als Unterzeichner der Internationalen Übereinkunft zur Anerkennung indianischer Landrechte, eine Verantwortung zur Sicherung des angemessenen Schutzes ihrer Landrechte hat.
 
Nachdem sie vier Tage in der Hauptstadt gewartet hatten wurde den Wichí schließlich gesagt, dass das lang erhoffte Treffen nicht stattfinden würde. Die Wichí sind an das Warten gewöhnt: ursprünglich wurde ihnen ihr Land schon 1991 zugesichert.


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