Richter lehnen Beweisstück der Regierung ab 21 Februar 2006

Bei den Gerichtsverhandlungen, bei denen über das Schicksal der Gana und Gwi Buschmänner entschieden werden soll, gaben die Richter heute morgen einem Einspruch des Buschmann-Anwalts statt gegen den Versuch des Staatsanwalts, Beweismittel vorzulegen, die zuvor vom Gericht abgelehnt worden waren.

Sidney Pilane, der Anwalt der Regierung, hatte versucht, einen Bericht von 2005 über das Land der  Buschmänner als Beweismittel anzuführen, obwohl das Gericht im August letzten Jahres verfügt hatte, dass dieses Dokument nicht als Beweisstück zulässig sei, da es ein Jahr nach der Beweisaufnahme geschrieben wurde.

Pilane ist derselbe Anwalt, der der Polizei im September letzten Jahres angeordnet hatte, die Buschmänner mit Tränengas und Gummipatronen zu beschießen als diese versuchten, Nahrungsmittel und Wasser zu ihren Verwandten ins Zentral Kalahari Wildschutzreservat zu bringen.

Die Diskussionen über das Beweisstück und eine Vertagung zur Klärung der Angelegenheit haben bereits drei Tage wertvoller Verhandlungszeit des Prozesses gekostet, der ohnehin schon weit hinter dem Zeitplan liegt. Der Fall der Buschmänner ist schon jetzt der längste und kostspieligste Gerichtsprozess in der Geschichte Botswanas, obwohl er von den ärmsten Einwohnern des Landes geführt wird.

Die Verhandlungen werden heute mit dem Kreuzverhör der Regierungszeugin Dr. Kathleen Alexander fortgesetzt.


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