Botswanische Delegation steht hartnäckigen Fragen der UN gegenüber 5 März 2006

Die botswanische Regierung musste sich am Freitag hartnäckigen Fragen der Mitglieder des UNO-Ausschusses für die Beseitigung der Rassendiskriminierung (CERD) in Genf stellen. Thema war die Vertreibung der Gana und Gwi Buschmänner von ihrem angestammten Land im Zentral Kalahari Wildschutzreservat.

Das Ausschussmitglied aus Burkina Faso bezeichnete die Buschmänner als „diskriminiert und an den Rand gedrängt," während das britische Mitglied des Ausschusses zur Regierung sagte: „Was viele Menschen beunruhigt, ist das Szenario der schwerwiegenden Bedrohung einer der bedeutenden Kulturen Afrikas."

Das indische Ausschussmitglied sprach Bedenken darüber aus, dass Mitglieder der Buschmann-Menschrechtsorganisation First People of the Kalahari nicht an der Sitzung des Ausschusses teilnehmen konnten, weil ihre Reisepässe beschlagnahmt worden waren.

Herr Sicilianos, der Sonderberichterstatter des Ausschusses, sagte, er glaube, dass die Regierung dem laufenden Gerichtsprozess, den die Buschmänner gegen die Regierung durchfechten, nicht das Urteil vorweg nehmen solle. Er sagte, die Regierung solle damit aufhören, Menschen aus ihrem Zuhause zwangsumzusiedeln solange das Urteil noch nicht gefällt sei.

Die Ausschussmitglieder drückten auch ihre Bedenken gegenüber den Misshandlungen der Buschmänner durch die Polizei aus und über die jüngste Änderung der botswanischen Verfassung, bei der ein Abschnitt über die Rechte der Buschmänner gestrichen wurde. Sie forderten die Regierung auf, echte Gespräche mit den Buschmännern über deren Anliegen aufzunehmen. Die botswanische Regierung sollte heute zu den Fragen des Ausschusses Stellung beziehen.


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