UN verurteilt Botswana wegen Vertreibung der Buschmänner 13 März 2006

Das Komitee der Vereinten Nationen zur Eliminierung von Rassendiskriminierung hat der botswanischen Regierung einen scharfen Verweis für die Vertreibung und Bedrohung der Gana und Gwi Buschmänner erteilt.

In einem außergewöhnlich strengen Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde, drückt das Komitee seine Besorgnis aus über „andauernde Anschuldigungen, dass [Buschmänner] gewaltsam entfernt wurden insbesondere mit Hilfe von Maßnahmen wie die Auflösung von grundlegenden und essentiellen Dienstleistungen innerhalb des Reservats, den Abbau bestehender Infrastrukturen, die Konfiszierung von Vieh, Bedrohung und Mißhandlung von Bewohnern durch die Polizei und Wildschutzbeamte sowie das Jagdverbot und Einschränkung der Bewegungsfreiheit innerhalb des Reservats."

Das Komitee der Vereinten Nationen drängt die botswanische Regierung „der engen kulturellen Verbindung zwischen den San/Basarwa [Buschmännern] und ihrem angestammten Land besondere Beachtung zu schenken; die wirtschaftlichen Tätigkeiten der San/Basarwa [Buschmänner], die einen wesentlichen Teil ihrer Kultur darstellen, wie zum Beispiel das Jagen und Sammeln, egal ob mit traditionellen oder modernen Mitteln ausgeführt, zu schützen; alle möglichen Alternativen zur Umsiedlung zu untersuchen; und im Vorraus freie und sachkundige Zustimmung der betroffenen Personen und Gruppen einzuholen."

Das Komitee hat auch die Streichung von Buschmannrechten aus der botswanischen Verfassung verurteilt, die, wie es sagt „den andauernden Prozeß, den einige Einwohner des Zentral Kalahari Wildreservats gegen die Regierung führen, um ihre Umsiedlung aus dem Reservat anzufechten, beeinflußen könnte."


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