Regierung räumt ein, dass die Buschmänner sich zu Tode trinken

Die Regierung von Botswana hat eingeräumt, dass vertriebene Buschmänner sich in Umsiedlungslagern zu Tode trinken.

In einem Camp sind in diesem Jahr bisher mindestens fünfzehn Buschleute gestorben. Die Regierungszeitung Daily News bestätigte diese Woche, dass einige der Todesfälle auf Leberzirrhose (hervorgerufen durch exzessiven Alkoholkonsum) und den Konsum von illegal gebrautem Alkohol zurückzuführen wären.

Ganz im Gegensatz zu der gegenwärtigen Situation gab es keine bekannten Todesfälle aufgrund von Alkoholkonsum im Reservat, wo die Buschmänner auf ihrem angestammten Land lebten und Alkoholkonsum selten war.

Die Buschleute können in den Umsiedlungslagern weder jagen noch Nahrung sammeln und sind auf Rationen der Regierung für ‘Not leidende' angewiesen. Langeweile und Depressionen sind weit verbreitet und viele Buschmänner allen alters verbringen viel Zeit mit Trinken.

Die Regierung behauptet in dem Daily News Artikel, dass die Entscheidung, die Buschleute von ihrem Land zu verweisen auf der Notwendigkeit beruht, Nahrungssicherheit zu erreichen und Möglichkeiten sozioökonomischer Entwicklung wahrzunehmen.

Die Buschmann-Organisation First People of the Kalahari sagte dagegen in einer Pressemitteilung: "Unsere Leute sterben im Umsiedlungslager New Xade. Was die Regierung über New Xade als einen Ort der Entwicklung der Buschleute sagt ist nicht wahr".

Probleme mit dem Zusammenbruch sozialer Systeme die nun den Buschleuten zusetzen sind verbreitet unter indigenen Völkern in Australien und Nordamerika, wo sie ihr Land verloren haben.

Die Innu, eine kanadische Indianergruppe, die unter unglaublichen Selbstmordraten und Alkoholmissbrauch leidet, haben kürzlich an die Regierung von Botswana appeliert und gesagt: "Bitte glaubt uns wenn wir sagen dass es keine Entwicklung, sondern eine Verurteilung zu Jahrzehnten der Misere ist, Völker unter Druck zu setzen ihr Land zu verlassen und in neue Siedlungen wie die in Botswana zu ziehen."


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