UNO-Menschenrechtsrat bewilligt Dokument zur Erklärung indigener Rechte

In einer historischen Abstimmung, die mit stehendem Applaus von den Anwesenden honoriert wurde, hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf diese Woche ein Dokument zur Deklaration der Rechte indigener Völker bewilligt, welches bereits vor zwanzig Jahren diskutiert wurde.
 
Der Deklarationsentwurf wird nun der UN-Generalversammlung vorgelegt, in der die Mitgliedsstaaten zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr darüber abstimmen werden. Der Rat schickte eine Empfehlung an die Generalversammlung dem Deklarationsentwurf zuzustimmen.
 
Im Falle einer Unterzeichnung würde die Deklaration einen Maßstab setzen, anhand dessen die Behandlung von Stammesvölkern durch die Länder verurteilt werden kann; ohne jegliche gesetzliche Bindung.
 
Die Deklaration erkennt sowohl die Rechte indigener Völker auf ihr Land als auch die gewünschte Lebensweise an. Sie bekräftigt zudem, dass die Völker beispielsweise nicht ohne ein freies und informiertes Einverständnis von ihren Ländern umgesiedelt werden sollen.
 
Der britische Repräsentant ermahnte nach der Abstimmung, dass Großbritannien das Konzept kollektiver Rechte im internationalen Gesetz nicht akzeptieren wird; eine Position, die das Land zur Zielscheibe einer kontinuierlichen Kampagne von indigenen Völkern und Survival gemacht hat.
 
Der Leiter von Survival, Stephen Corry, sagte heute, "auf lange Sicht steuert die UNO in Richtung einer angemessenen Anerkennung indigener Völker der Welt, von denen die meisten heute immer noch Enteignungen zum Opfer fallen, und vielen ihre Auslöschung bevorsteht.  Es bleibt abzuwarten, welche Regierungen ihnen tatsächlich helfen werden. Natürlich ist es erschreckend, dass die unmittelbare Antwort der britischen Regierung auf die Deklaration darin bestand, die Existenz kollektiver Rechte zu leugnen."