Unterstützung steigt in Buschmann-Prozess

Mit dem morgigen 5. Juli sind es nun zwei Jahre, seitdem die Kalahari-Buschmänner gegen die Regierung von Botswana vor Gericht gezogen sind. In einer Welle der Unterstützung haben 135 Buschmänner um Aufnahme in die Originalliste der 243 Kläger gebeten.

Das Gesuch der 135 Buschmänner stellt die Behauptungen der Regierung in
Frage, wonach nur eine kleine Minderheit der Gana- und Gwi-Buschmänner in ihr
Land in der Zentral-Kalahari zurückkehren wolle.

Die Buschmänner kämpfen um ihr Recht auf ihr Land im Zentral-Kalahari-Wildreservat zurückkehren zu dürfen sowie für freies Jagen und Sammeln. Im April 2002 haben sie zum ersten Mal nach den Vertreibungen im Februar desselben Jahres eine Klage eingereicht, die jedoch aufgrund von Formfehlern abgewiesen wurde. Die Buschmänner gingen in Revision und konnten erringen, dass ihnen das Recht auf Anhörung ihres Falles zugestanden wurde, womit im Juli 2004 vor Botswanas höchstem Gericht begonnen wurde. Der Prozess war seither jedoch langen Verzögerungen unterworfen. Er ist der bislang längste und teuerste Gerichtsfall in Botswanas Rechtsgeschichte, und wurde außerdem
von den ärmsten Bewohnern des Landes ins Leben gerufen.

Der letzte Anhörung fand im Mai diesen Jahres statt. Das Gericht ist verpflichtet die Argumente der Anwälte anzuhören und kurz darauf einen
Beschluss zu fällen.

Mindestens 10 Prozent der ursprünglichen 243 Kläger sind in den
Reservatcamps der Regierung gestorben, seitdem die Anklage erhoben wurde.