Bischöfe warnen vor Völkermord an unkontaktierten Indianern

Bischöfe und andere religiöse Führer im Amazonasstaat Mato Grosso
befürchten, dass den bisher unkontaktierte Indianern des Rio Pardo 'unmittelbarer Völkermord droht'.

In einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung fordern sie dringende
Massnahmen der brasilianischen Behörden zum Schutz der unkontaktierten
Indianer. Sie fordern weiter, dass alle Invasoren aus dem Gebiet verwiesen
werden sollten sowie die Kartierung und offizielle Anerkennung des
Territoriums.

Sie beschuldigen die Zentralregierung, die indigenen Völker, darunter die
Enawene Nawe, in Mato Grosso aufzugeben. Dort hatte die Zentralregierung ein
Moratorium zur Anerkennung indigenen Landes verabschiedet.

In der Mitteilung der Bischöfe und anderer religiöser Führer heißt es, die
Situation sei so schrecklich, dass 'ein unmittelbares Eingreifen des
brasilianischen Staates' unbedingt notwendig sei. Das Ausbleiben sofortigen
Handelns könnte  'zum Ethno- und Genozid dieser Völker
beizutragen.