Indigene Völker gewinnen historische Wahl zu Rechten

Am UN Tag der indigenen Völker (9. August) begrüsst Survival die historische Wahl des UN Menschenrechtsausschusses für die Erklärung zu Rechten indigener Völker. Kanada und Russland waren die einzigen Länder im Ausschuss, die gegen die Erklärung stimmten.
 
Mehrere afrikanische Länder, darunter Südafrika, stimmten für die Erklärung und brachen damit mit der traditionellen Zurückhaltung afrikanischer Länder, indigene Völker anzuerkennen.
 
Kanada, das eine Unterstützung der Erklärung ablehnte, hatte sich mit einer langen Kampagne von Survival zur Lage des Innu-Volkes in Labrador und Quebec auseinanderzusetzen. Während der letzten 40 Jahre sind die Innu von ihrem Land vertrieben und dazu gezwungen worden, in sesshaften Gemeinden zu leben. Diese neuen Gemeinden sind von extremen Niveaus von Alkoholismus, Benzinschnüffeln unter Kindern, Gewalt und Selbstmord gekennzeichnet.
 
Der Direktor von Survival, Stephen Corry, sagte heute: "Eine UN-Erklärung zu den Rechten indigener Völker war lange überfällig, und es ist ermutigend, dass viele ehemalige Kolonialmächte zusammen mit Südafrika endlich diesen Schritt nach vorne unterstützen. Wirklich bestürzend ist, dass Kanada sich dazu entschieden ha,t sich mit Russland zusammen gegen den Entwurf der Erklärung zu stellen. Die Behandlung vieler indigener Völker durch Kanada ist wirklich schäbig, und diese Völker werden die Haltung ihrer Regierung bei der UN als weiteren Akt der Diskriminierung empfinden.
 
Die Erklärung wurde zum ersten Mal vor 20 Jahren diskutiert. Sie wird nun zur UN-Generalversammlung gehen, wo erwartet wird, dass Mitgliedstaaten zu einem späteren Zeitpunkt dieses Jahres darüber abstimmen werden. Die Menschenrechtskommission hat der Generalversammlung empfohlen, der Erklärung zuzustimmen.
Wenn die Erklärung verabschiedet wird, würde sie einen Maßstab setzen, nach dem die Behandlung indigener Völker beurteilt werden kann; sie ist nicht rechtlich bindend. Die Erklärung anerkennt das Recht indigener Völker auf ihr Land und darauf zu Leben, wie sie wünschen. Sie bekräftigt weiter, dass sie zum Beispiel ohne ihre freie und sachkundige Zustimmung nicht von ihrem Land vertrieben werden dürfen.
 
Kontaktieren Sie Miriam Ross unter +44 (0)20 7687 8734 oder per E-Mail mr@survival-international.org für weitere Informationen.