Zwei Ogiek in gewaltsamem Streit um Land getötet

Zwei Ogiek wurden nach tagelangem Streit um Land zwischen den Ogiek und einem ihrer Nachbarstämme, den Kipsigis (Kelenjin), getötet.

Am 7. Oktober kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen in der Provinz Rift Valley, nachdem mehrere Kipsigis die Schafe eines Ogiek gestohlen hatten.

Einer der ums Leben gekommenen Ogiek ist angeblich von einem Polizisten der Kipsigis getötet worden. Mehr als 30 Häuser der Ogiek wurden niedergebrannt und mindestens 12 Ogiek verletzt.
 
Kiplagat Cheruyot vom Ogiek Peoples Entwicklungsprogramm sagte "Bei den derzeitigen Auseinandersetzungen geht es um Land und Ressourcen und wir möchten betonen, dass die Ogiek ein Grundrecht auf Landbesitz in Kenia haben… Die Regierung sollte Ogiek und anderen Minderheiten rechtliche Anerkennung auf das ererbte Land geben, um Invasionen durch andere Stämme zu beenden."
 
Laut Angaben des Okies Peoples Entwicklungsprogramms wurden bisher rund 100 Kipsigis und 3 Ogiek inhaftiert.
 
Die Ogiek kämpfen seit Jahren dafür, dass das Land ihrer Ahnen von der Regierung anerkannt wird. Da Ogiek Land bisher nicht rechtlich geschützt ist, dringen andere Gruppen in dort ein und zerstören Wälder und Siedlungen.
 
Die Führer der Ogiek haben an die Regierung appelliert, ihnen als Minderheit besonderen Schutz zukommen zu lassen und alle Landstreitigkeiten und Übergriffe auf ihre Wälder sofort zu unterbinden.