Anführer der Nukak begeht Selbstmord 25 Oktober 2006

Ein Anführer des Nomadenstammes der Nukak hat sich selbst getötet, indem er Gift zu sich nahm, dass von den Nukak gewöhnlich zum Fischfang verwendet wird.

Nukak Mann Mao-be nahm sich das Leben, nachdem er versucht hatte seinem Stamm zur Rückkehr in den Regenwald zu verhelfen. Die Nukak waren gezwungen worden ihre Heimat zu verlassen, als sie von Kolumbiens Drogenkrieg erfasst wurden und zwischen die Fronten von Armee, Paramilitärs und Guerillas gerieten. Am Rande einer Stadt lebend ersuchen sie nun ihre Rückkehr. 

"Er war verzweifelt weil er nicht die notwendigen Mittel für die Rückkehr der Nukak in ihre Heimat beschaffen konnte. Die Nukak lieben ihre Heimat und wollen dorthin zurückkehren", erklärte Kolumbiens Nationale Indigene Organisation, ONIC.

Der Selbstmord ist der dritte schwere Schicksalsschlag für die Nukak innerhalb kurzer Zeit, nach dem Tod eines neun Jahre alten Jungen und einer Grippeepidemie, die fast ein Viertel des gesamten Stammes erfasst hatte. Seit dem ersten Kontakt der Nukak mit der Außenwelt 1988 sind mehr als die Hälfte aller Stammesangehörigen verstorben. Viele der noch Lebenden leiden an Unterernährung, Durchfall, Grippe und Atemwegserkrankungen.

Survival's Vorsitzender, Stephen Corry, sagte heute, "der Tod Mao-be's verdeutlicht auf tragische Weise die Erfahrungen die Nukak mit der modernen Gesellschaft gemacht haben. Die kolumbianische Regierung muß nun reagieren und sicherstellen, dass die Nukak in ihre Heimat zurückkehren können. Dafür ist Mao-be gestorben. Sollte die Regierung dies versäumen, wird einer der letzten nomadischen Stämme Kolumbiens aussterben."

Survival Aktivist David Hill ist vor kurzem von seinem Aufenthalt bei den Nukak zurückgekehrt und steht für Interviews zur Verfügung.

Fotos sind erhältlich. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Miriam Ross unter +44 (0)20 7687 8734 oder mr@survival-international.org


 


 

 

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