Afrikanische Menschenrechtsorganisation verurteilt Botswana

Die Afrikanische Kommission für Menschenrechte (ACHPR), wichtigste Menschenrechtsorganisation Afrikas, veröffentlicht demnächst ihren Bericht über die Lage Eingeborener in Botswana. ACHPR kritisiert dabei das Vorgehen der Regierung Botswana's gegenüber den Buschleuten, insbesondere den Gana und Gwi im Zentral Kalahari Wildreservat (CKGR).

Der Bericht beklagt, dass die Botswanische Regierung physische Gewalt, "Zwang und Erniedrigung" anwendet, um Buschleute aus dem Reservat zu vertreiben und empfiehlt der Regierung, den Betroffenen die Rückkehr ins Reservat zu ermöglichen.

Der Bericht verurteilt das botswanische Entwicklungsmodell für die Gana und Gwi Buschleute aufs Schärfste. "(Die Umsiedlungslager) sehen aus wie verlassene Minenlager mit geringer oder gar keiner ökonomischen Aktivität. Auffällig in beiden Lagern war die Alkoholabhängigkeit bei alten und jungen Menschen…Die Siedlungen bieten ein trostloses Bild für Besucher und machen wenig Hoffnung für die Zukunft ihrer Bewohner."

Außerdem weist der Report auf Rassismus gegenüber Buschleuten hin: "Botswana hat eine gefährliche Einstellung gegenüber Eingeborenen entwickelt…(Buschleute) sind ständiger Diskriminierung durch Gesetze und Regierungsentscheidungen ausgesetzt. Diese Diskriminierung geht sogar von hochrangigen Offiziellen aus."

Der Report hat Bedenken gegenüber der Landverteilung ausgedrückt und vermerkt, "die Basarwa (Buschleute) sind die einzigen, die über keinerlei Landrechte verfügen." Der Bericht schlägt vor, den Buschleute diese Rechte schnellstens zu gewähren, da "dies notwendig für ihr Überleben ist."

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Miriam Ross unter +44 (0)20 7687 8734 oder per Email unter mr@survival-international.org