Tragischer Tod einer Mutter enthüllt wachsende AIDS Krise

Eine 29-jährige Angehörige der Gana Buschleute aus dem Zentral Kalahari Wildreservat ist im New Xade Umsiedlungslager an AIDS gestorben. Tumelo Sebelegangwana hinterlässt ein eigenes und zwei Kinder ihrer Schwester, die zuvor an TB erkrankt und verstorben war.

Tumelo Sebelegangwana sagte Survival Mitarbeitern zu Beginn dieses Jahres: “Ich möchte zu Hause in meiner Heimat Molapo (im Reservat) begraben werden. Ich bin krank, ich werde sterben… Wir waren die Ersten, die aus Molapo vertrieben wurden. Hier in New Xade gibt es fremde Krankheiten, die wir vorher nicht kannten… Wenn du krank wirst, stirbst du.“

Jumanda Gakelebone von der örtlichen Buschmann Organisation First People of the Kalahari sagte heute, “So viele von unseren Leuten sterben in den Umsiedlungslagern. Wir kannten die Krankheit AIDS nicht bevor wir von unserem Land vertrieben wurden. Dies ist das Resultat von "Entwicklungsmaßnahmen" der botswanischen Regierung.

Botswana hat eine der höchsten HIV/AIDS Raten weltweit. Die Buschleute im Reservat waren bisher kaum betroffen, leiden seit ihrer Zwangsumsiedlung jedoch verstärkt unter dem Virus.

Tumelo’s Familie wurde 1997 aus dem Zentral Kalahari Wildreservat vertrieben. Ihre Mutter und eine Schwester sind ebenfalls in New Xade gestorben. Die andere Schwester Tumelos kümmert sich nun um die drei Waisenkinder, die Tumelo hinterlässt, sowie um ihre vier eigenen Kinder.

Ein Sprecher von First People of the Kalahari (FPK) sagte in einer Stellungnahme, die letzte Woche veröffentlich wurde: “Wir leiden sehr in diesen Umsiedlungslagern. Konfliktdiamanten haben Schmerz und Leiden hervorgerufen.“ FPK hat einen Brief an Leonardo di Caprio geschrieben, dem Hauptdarsteller im Film „Blutdiamanten“ der bald anlaufen wird. In dem Brief bitten die Buschleute eindringlich um Hilfe. „Als wir von unserem Land vertrieben wurden, sagten uns Beamte es sei wegen der Diamanten,“ hieß es unter anderem in dem Schreiben.

Survival’s Direktor Stephen Corry sagte heute, “DieTragödie von Tumelo’s Familie wiederholt sich wieder und wieder unter den Buschleuten in den Umsiedlungslagern der Regierung. Dies überrascht nicht – wann immer Stammesvölker von ihrem Land verjagt wurden, hatte dies fatale Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Die Regierung Botswana's kann nicht behaupten, davon nicht gewusst zu haben, denn sie wurde mehrmals gewarnt, dass solche Fälle mit Gewissheit auftreten würden.“

Fotos von Tumelo Sebelegangwana und ihren Kindern sind erhältlich.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Miriam Ross telefonisch unter (+44) (0)20 7687 8734 oder per Email mr@survival-international.org (Englisch).