Großdemonstration gegen Vertreibung der Buschleute

Etwa 200 Menschen beteiligten sich vergangenen Samstag in Botswanas Hauptstadt Gaborone an einer Demonstration gegen die anhaltende Weigerung seitens der Regierung, die Buschleute wieder auf ihr angestammtes Land im Zentral Kalahari Wildreservat zurückkehren zu lassen.

Der Protest ereignete sich 10 Tage bevor der Bundesgerichtshof von Botswana im grundsatzentscheidenden Fall der Buschleute zu einem Urteil kommen soll.

Die Demonstranten trugen Plakate mit der Aufschrift "Wertet menschliches Leben mehr als tierisches", "Land, Diamanten für Menschen, nicht multinationale (Konzerne)" und "Lasstr die Basarwa nach Hause – jetzt."

Akayang Magama, Generalsekretär der Oppositionspartei BNF in Botswana, sagte, "Die Regierung versucht ihnen ein fremdes Lebensmuster aufzuzwingen, was sie zu Empfängern von Almosen und Essensausgaben werden lässt. Dies gipfelt derzeit in Ethnozid und kulturellem Völkermord und bringt bis dato für die Betroffenen unbekannte Probleme mit sich, wie Alkoholismus, Prostitution und HIV/AIDS Infektionen."

Während der Veranstaltung wurde Präsident Festus Mogae eine Petition überreicht, in der gefordert wird, dass die Buschleute wieder auf ihr Land zurückkehren dürfen und Mitentscheidungsrecht über das Wildschutzgebiet bekommen sollen.

Die Buschmann Organisation First People of the Kalahari (FPK) begrüßte den Protest. "Wir hoffen, dass dies die Regierung dazu bewegt unsere Verzweiflungsrufe zu hören – Wir wollen nach Hause!

Wir sind sehr froh und glücklich über diese Art Unterstützung", sagten Angehörige in einer Pressemitteilung vergangenen Freitag. Einige Buschleute begaben sich vom New Xade Umsiedlungslager nach Gaborone, um an den Protesten teilzuhaben.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Miriam Ross telefonisch unter (+44) (0)20 7687 8734 oder per Email mr@survival-international.org (Englisch)