Kenianische Ogiek von botswanischen Behörden inhaftiert 27 November 2006

Zwei Jäger und Sammler der Ogiek, die Botswana besucht hatten, um herauszufinden wie es um die Situation der Kalahari Buschleute bestellt ist, sind von den dortigen Behörden festgenommen und verhört worden.

Die beiden Männer, Kiplangat Cheruyot und Mpoiko Kobei, kamen von Kenia, um mit den Kalahari Buschleuten zu reden, welche in einem Umsiedlungslager leben nachdem sie von ihrer ursprünglichen Heimat vertrieben wurden.

Nachdem sie eine Pressekonferenz in der Hauptstadt von Botswana abgehalten hatten, wurden die Männer an der Grenze zu Zimbabwe von Beamten aus Botswana verhaftet, die nach „zwei Besitzern kenianischer Pässe“ suchten. Eine Stunde lang wurden die Ogiek ausgefragt, wen sie getroffen hatten, wer sie eingeladen hatte, und ob sie irgendetwas mit Survival International zu tun hätten.

Danach wurden die Männer zwischen den Grenzen von Botswana und Zimbabwe freigelassen. Als sie die Grenze Zimbabwes erreichten, sagte ein Polizist man suche nach zwei entflohenen Kenianern.

Während ihrer Pressekonferenz in Gaborone hatte Kiplangat Cheruyot gesagt: „Das Leben, die Kultur und die Tradition der Buschleute wurden durch die Vertreibung zerstört. Familien wurden auseinander gerissen und der Konflikt zwischen dem Volk und den Regierungsbehörden hat zu einem Zustand dauerhafter Angst geführt.“

Er fügte hinzu: „Kenia bekämpfte seine Jäger und Sammler, Berg- und Waldvölker jahrzehntelang; aber die Regierung erkannte ihren Fehler und gab den einheimischen Jäger und Sammler-Völkern, Leuten wie uns, Grundbesitz. Sie halfen den Menschen die Bodenschätze in ihrer Gegend in Besitz zu nehmen, zu verwalten und profitabel zu nutzen. Ich bin sicher, Botswana kann von unseren Erfahrungen lernen.“

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte
Kiplangat Cheruyot, Ogiek People’s Development Program, +25 4 721 602 573
bzw. Miriam Ross telefonisch unter +44-20 7687 8734 oder per Email mr@survival-international.org (Englisch)

 

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  • Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten im Parlament oder der botswanischen Vertretung in ihrem Land.

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