Diamantenfirmen nehmen Land der Buschleute ein – AIDS trifft Vertriebene 16 November 2006

Eine neue Welle von Diamanten Erkundungen fegt über das Land der Kalahari Buschleute in Botswana.

Die Bohrfirma TH Drilling hat bestätigt, dass sie bereits Erkundungen innerhalb des Zentral Kalahari Wildschutzgebietes vorgenommen hat. Die Nachrichten erreichen uns nur vier Wochen vor der Premiere des Leonardo DiCaprio Films „Blutdiamant“. Die Buschleute haben an DiCaprio appeliert, ihnen zu helfen, da sie selbst als auch viele Beobachter davon überzeugt sind, dass die Vertreibungen in Zusammenhang mit zukünftigem Diamantenabbau stehen.

TH Drilling scheint im Auftrag von Petra Diamonds zu arbeiten, welche ebenfalls in einer Stellungnahme bestätigt hatte, im Reservat bald ein groß angelegtes Erkundungs- und Bohrprogramm in die Wege zu leiten. Die Firma hat bereits 95 „magnetische Anomalitäten“ (mögliche Diamantenvorkommen in Felsen) im Gope Gebiet identifiziert – Gope ist eine ehemalige Buschmann Gemeinde.

Petra behauptet, das Gope Gebiet sei „bekannt für seine reichen Kimberlitenvorkommen. Kimberlit ist ein Gestein, in dem oft Diamanten enthalten sind.

Während die Diamantenfirmen in das Gebiet eindringen, fallen die Buschleute – die das Land seit tausenden von Jahren bewohnt hatten – mittlerweile AIDS und anderen Krankheiten zum Opfer. Eine 29jährige Gana Buschfrau aus dem Reservat ist vor kurzem im Umsiedlungslager New Xade an AIDS gestorben. Tumelo Sebelegangwana hinterlässt ein eigenes Kind und zwei Kinder ihrer Schwester, die zuvor an TB gestorben war.

Der Menschenrechtsverteidiger Erzbischof Desmond Tutu äußert in einem Video Appell seine Sorge darüber, dass die Buschleute „gewaltsam von ihrem angestammten Land vertrieben und in Umsiedlunsglagern unter unakzeptablen Bedingungen untergebracht worden sind.“

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Miriam Ross telefonisch unter (+44) (0)20 7687 8734 oder per Email mr@survival-international.org (Englisch)

 

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Ihre Unterstützung ist entscheidend für das Überleben der Buschleute. Es gibt mehrere Möglichkeiten zu helfen.

  • Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten im Parlament oder der botswanischen Vertretung in ihrem Land.

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