Buschleute erwarten Gerichtsurteil für Mittwoch

Die Richter des Obersten Gerichtshofes Botswanas entscheiden am Mittwoch über den Landrechtsfall, der von den Buschleuten der Kalahari gegen die botswanische Regierung geführt wird.

Buschmann Jumanda Gakelebone sagte heute: "Wir Buschleute haben so lange darauf gewartet, diesen Richterspruch zu hören. Viele meiner Freunde sind seit Aufnahme dieses Falles verstorben und werden nie erleben, wie wir auf unser Land zurückkehren. ich appelliere an die Richter, bitte, bitte, lassen Sie uns nach Hause gehen, damit all das Sterben ein Ende hat."

Mindestens 12% der ursprünglich 239 Antragsteller sind in Umsiedlungslagern der Regierung gestorben, seit der Fall aufgenommen wurde.

Der Gerichtssaal wird für Journalisten und die Öffentlichkeit offen stehen. Die Buschleute kämpfen für ihr Recht, auf ihrem Land leben und dort frei jagen und sammeln zu dürfen. Sie reichten Anklage ein, nachdem sie 2002 von der botswanischen Regierung von ihrem Land vertrieben worden waren.

Dieser Fall war der längste und teuerste der botswanischen Rechtsgeschichte, obwohl er von den ärmsten Bewohnern des Landes vorgebracht wurde. 135 weitere Buschleute haben sich dieses Jahr zusätzlich zu den ursprünglichen 239 Antragstellern auf die Liste setzen lassen.

Die Buschleute haben erst kürzlich eine Website mit Zitaten von über 400 erwachsenen Buschleuten veröffentlich bezüglich ihres Wunsches, in ihr Land zurückzukehren. Zusammen mit ihren Kindern zählen sie ca. 1000 Personen.
http://www.iwant2gohome.org

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