Guarani-Kindern droht Hungertod 9 Februar 2007

Die Regierung von Mato Grosso do Sul hat den Guarani-Indianern die Unterstützung in Form von Lebensmitteln gekürzt. Dies ist ein harter Schlag für Tausende von Guarani-Familien, die nahezu gänzlich von den monatlichen Essensrationen abhängig sind.

Im Jahre 2004 starben mindestens 21 Guarani-Kinder an gravierender Unterernährung. Der Skandal, den diese Todesfälle auslösten, bewog die Regierung dazu, die bedürftigen Familien mit Lebensmittelpaketen zu beliefern.

Diese Krise illustriert die Unfähigkeit der brasilianischen Bundesregierung, die eigentliche Ursache der Hungersnot unter den Guarani zu bekämpfen – den Mangel an Land. In den letzten 70 Jahren wurden Tausende von Guarani-Indianern von Soja-Plantagenbesitzern und Viehzüchtern von ihrem Grund und Boden vertrieben. Knappe 1% des ursprünglichen Guarani-Waldes bleiben erhalten.

Heutzutage sind die Guarani in winzige Reservaten eingepfercht; als Folgen davon grassieren Selbstmord, Alkoholismus und interne Gewalt. Diejenigen Guarani-Indianer, die versuchen, zu ihren traditionellen Ländereien zurückzukehren, werden fast immer gewaltsam von den für die Viehzüchter arbeitenden bewaffneten Kräfte vertrieben.

Stammesoberhäupter der Guarani-Indianer konstatierten 2005, dass „Tod und Hungertod aufgrund vieler Faktoren auftreten, unter anderem durch Landverlust, der zum Wirtschaftszusammenbruch, dem Ende unserer Methode, Lebensmittel zu produzieren und uns und unsere Familien zu ernähren, führt.“

Um die gesamte Rede der Guarani-Stammesoberhäupter zu lesen, klicken Sie bitte hier.

 

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