Ombudsmann – Erdöl bedroht unkontaktierte Stämme 19 April 2007

Peru's Ombudsmann, der führende Menschenrechtsvertreter des Landes, warnte die peruanische Regierung davor, dass bislang unkontaktierte Indianerstämme durch Erdölbohrungen von der Auslöschung bedroht werden.

Die insgesamt 15 unkontaktierten Stämme leben im abgelegendsten Teil des peruanischen Amazonas. Seit die peruanische Regierung 70% des Amazonas für Erdölbohrungen erschlossen hat, sind ihre Gebiete ernsthaft durch Eingriffe bedroht.

"Die Regierung sollte keiner Organisation erlauben, nach Kohlenwasserstoffen zu forschen oder zu bohren, sofern es die isoliert lebenden Stammesvölker bedroht, die ganz besonders verwundbar sind ", so der Bericht des Ombudsmanns.
"Der Abbau von Bodenschätzen in Schutzgebieten, in denen diese Menschen leben, ist ein grundsätzliches Problem, welches die Regierung drastisch und gewissenhaft behandeln muss. Das Recht zu Leben, die Gesundheit, die Existenz und die Integrität dieser Völker stehen auf dem Spiel."

Die Indianer sind sehr anfällig für jede Form von Kontakt, da sie keine Immunabwehr gegenüber den Krankheiten von Außenstehenden haben.
Im Anschluss an Erdölbohrungen auf ihrem Land und dem ersten Kontakt in den 1980er Jahren starben mehr als 50% des Nahua Stammes im Südosten von Peru.

Für mehr Information kontaktieren Sie Laura Engel unter info@survival-international.de


 

Nachrichtenbericht teilen

 

Werden Sie für unkontaktierte Völker Perus aktiv

Es gibt mehrere Möglichkeiten in diesem dringenden Fall zu helfen.

Abonnieren

Hier können Sie sich eintragen, wenn Sie eine monatliche E-Mail mit Neuigkeiten über indigene Völker erhalten möchten:

Abonnieren Sie unsere Newsfeeds:

 

oder folgen Sie uns im Netz:

News-Archiv