Indianisches Kernland in Gefahr

Das Kernland der letzten nicht kontaktierten Ureinwohner südlich des Amazonas-Beckens ist unmittelbar von Zerstörung bedroht.

Mächtige Unternehmen die Land besitzen bemühen sich um die Aufhebung von Verfügungen zum Schutz der indianischen Gebiete.

Diese Verfügungen sind derzeit der einzige Schutz für die letzten noch bestehenden Wälder der Ayoreo-Totobiegosode Indianer, obwohl auch diese untergraben worden sind und Bulldozer bereits lange Wege in den Wald gewalzt haben.

Ein großer Teil des indianischen Gebietes ist Eigentum einer paraguayischen Gesellschaft namens Jaguarete Pora SA, einem Zusammenschluss aus den früheren landbesitzenden Gesellschaften Luna Park International Ltda. und Itakyry SRL.

Nach paraguayischem Recht hätte dieses gesamte Gebiet als kleiner verbleibender Teil des Heimatlandes der Ayoreo schon längst den Indianern überschrieben werden sollen. Doch Jaguarete versucht stattdessen eine Erlaubnis zu erhalten, um einen Großteil des Waldes zu planieren und Viehzucht einzuführen, ein Vorgehen, das bereits riesige Teile des Ayoreo-Territoriums zerstört hat.

Zwar haben die meisten Angehörigen des Ayoreo-Stammes, einschließlich einiger Mitglieder der Ayoreo-Totobiegosode-Untergruppe, seit Jahren Kontakt zu Außenstehenden , doch es ist bekannt, dass einige Gruppen nach wie vor unkontaktiert im Wald leben.

Zuletzt kam 2004 eine Gruppe aus dem Wald, um um Wasser zu bitten, nachdem viehzüchtende Siedler sämtliche dauerhaften Wasserlöcher in ihrem Gebiet besetzt hatten.