Subanean-Familien sollen vertrieben werden

Sechsundachzig Familien des Subanenen-Stammes werden vom kanadischen Bergbauunternehmen TVI mit der Vertreibung aus ihren angestammten Heimatländern bedroht. Alle Familien erhielten von der Firma Briefe mit der Forderung „[dass] wir von Ihnen verlangen, dass Sie das firmeneigene Land verlassen", oder dass die Angelegenheit den Gerichten überwiesen wird.

Die Subanenen kämpfen bereits seit vielen Jahren darum, dass TVI, die dort eine Tagebau-Goldmine betreibt,  von ihrem Land verwiesen wird. Nach philippinischem Recht ist es illegal, das Land der Subanenen ohne deren Erlaubnis zu betreten. Diese jüngsten Drohungen erfolgten nach einer Reihe gewalttätiger Angriffe auf die Subanenen, bei denen im März 2004 vier protestierende Wachtposten erschossen wurden.

1997 sagten die Subanenen Timu-ays – die Anführer – in einer Erklärung: „Unser Land ist uns heilig. Es ist die Quelle all dessen, was wir täglich benötigen, und noch wichtiger, unsere Vorväter sind hier begraben. Land ist die Quelle des Lebens für alle Kreaturen und alle Dinge."

Die Subanenen, oder auch „die Menschen des Flusses", sind mit 300 000 der zahlenmäßig größte Stamm der Philippinen. Sie leben in den Bergen der Zamboanga Halbinsel zerstreut, die sie als ihr gott-gegebenes Land ansehen. Sie leben in kleinen landwirtschaftlichen Gemeinschaften und betreiben Brandrodungsfeldbau. Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurde ihr Land von Außenstehenden besiedelt, in jüngerer Zeit kam es zu einer zweiten Invasion durch Holz- und Bergbaufirmen. Die Proteste der Subanenen wurden von der philippinischen Armee brutal unterdrückt und viele von ihnen sahen sich gezwungen ihre Heimat zu verlassen, um der Armee zu entkommen.

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