Welt-Wasser-Tag: Die Bitte der Buschmänner

Weil der Staat ihnen noch immer den Zugang zu Wasser verweigert, wenden sich die Gana und Gwi "Buschmänner" an die Regierung von Botswana mit der Bitte, ihre Rechte zu akzeptieren. Drei Jahre nachdem die Regierung ihre Brunnen zerstört und ihre Wasservorräte vernichtet hat, werden die Buschmänner noch immer daran gehindert, Wasser in das Zentral Kalahari Wildreservat einzuführen. Die Wasserbehälter der Buschmänner, die versuchen, in ihre Heimat zurückzukehren, werden von Beamten ausgeleert.

Die Regierung hat die Wasserversorgung der Buschmanngemeinden im Reservat eingestellt, als sie die Anwohner im Jahr 2002 von dort vertrieb. Mindestens 200 Buschmänner aber sind seither in das Reservat zurückgekehrt und bitten die Regierung heute darum, ihnen zu erlauben, ihre eigenen Wasservorräte anzulegen.

Ein Buschmann sagt: "Wir haben nur Wasser, wenn es regnet und sich Pfützen bilden. Wenn es nicht regnet, gibt es Probleme. Wenn es nicht regnet, sterben wir, weil sogar die unterirdisch wachsenden Wurzelknollen austrocknen." Der Grundwasserspiegel im Reservat ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch gefallen. Der Grund dafür sind die vielen Brunnen, die für Rinderfarmen rund um das Reservat gegraben wurden.

Survivals Direktor Stephen Corry sagt: "Der Welt-Wasser-Tag propagiert das Ziel, mehr Menschen sauberes Trinkwasser zu geben. In Botswana passiert aber genau das Gegenteil. Die Buschmänner sind ohne Zweifel dazu fähig,  ihre eigenen Brunnen zu betreiben, aber die Regierung lässt sie nicht. Menschen den Zugang zu Wasser in einer Gegend wie der Kalahari zu verweigern ist schlimmer als barbarisch."


Fotos und Filmmaterial  sind erhältlich. 

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