Britische Menschenrechtspolitik „abstoßend und beschämend”

Aus Anlass des Commonwealth-Tags am 14. März üben Stammesvölker scharfe Kritik an der britischen Regierung, die die Anerkennung ihrer Rechte in den Vereinten Nationen blockiert. Laut Inuit-Sprecherin Dalee Sambo Dorough ist die „britische Menschenrechtspolitik abstoßend und beschämend".

Im Dezember 2004 ging die UN-Dekade der Indigenen Völker zu Ende, ohne dass dort Fortschritte bezüglich des Hauptziels des Jahrzehnts gemacht wurden – einer UN-Erklärung über die Rechte von indigenen Völkern. Eine derartige Erklärung wäre für Stammesvölker der bedeutendste Fortschritt seit fünfzig Jahren, aber einige Länder, hauptsächlich Großbritannien, Frankreich und die USA, blockieren das Verfahren, mit unter Umständen gefährlichen Konsequenzen.  

Der Haupteinwand der Regierungen ist die Erwähnung kollektiver Rechte indigener Völker in der Erklärung. Dies ist eine Umkehr von Hunderten von Jahren britischer Regierungspolitik, die die von der britischen Krone mit den Stammesvölkern der heutigen Commonwealth-Länder geschlossenen Verträge mit anderen zwischenstaatlichen Verträgen gleichstellte.

Oberhäuptling Ted Moses der kanadischen Cree-Indianer stellt fest: „die Regierung Blair enthält uns weiterhin unsere kollektiven Menschenrechte vor – es ist die größte Arroganz der britischen Regierung darauf zu bestehen, dass indigene Völker am besten mit Individualrechten leben sollten".
 
Die britische Regierung fordert, dass indigene Völker nur Individualrechte haben sollten, was bedeutete, dass ihr Land leicht aufgeteilt und verkauft werden könnte.

Survival International startet heute eine neue Briefaktion an Tony Blair wegen seiner Regierungspolitik, die UN-Erklärung zu blockieren. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

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