Ölchef sucht Kontakt zu unkontaktierten Stämmen 17 Mai 2007

Der Ölchef von Peru hat mit Plänen, einige der letzten unkontaktierten Stämme Welt aufzusuchen, eine Kontroverse ausgelöst. Seine Pläne sehen vor, diese Stämme über die potentielle Ölförderungen auf ihrem Land "zu Rate zu ziehen". Jeder erzwungene Kontakt könnte für sie das Ende bedeuten.

'Wir wissen nicht, was die Position der unkontaktierten Stämme ist.
Niemand hat sie bisher gefragt und mit dieser Untersuchung werden wir herausfinden, was sie denken', sagte Daniel Saba, Vorsitzender von Perupetro, der für Öllizenzen zuständigen Regierungsorganisation.

In einer ähnlich kontroversen Stellungnahme sagte Mr. Saba vor
kurzem, dass er sogar die Existenz dieser unkontaktierten Stämme bezweifle. Tatsächlich ist bekannt, dass mindestens 15 dieser Stämme existieren.

Mr. Sabas Kommentare beziehen sich auf das Eingeständnis der US Ölfirma Barrett Resources, dass ihre Arbeiter wahrscheinlich auf unkontaktierte Stämme treffen werden, wenn sie vom Ministerium für Minen und Energie die Erlaubnis für die Förderung der Ölvorkommen im nördlichen Amazonas von Peru erhalten. Die Entscheidung des Ministeriums wird in Kürze erwartet.

'Während seismischer Untersuchungen werden Arbeiter wahrscheinlich auf unkontaktierte Stämme treffen', sagte Barrett.

Der Direktor von Survival International, Stephen Corry, sagte heute:
'Es ist unglaublich arrogant, dass Mr. Saba denkt, er könne unkontaktierte Stämme 'konsultieren' als seien sie peruanische
Dorfbewohner. Sowohl Mr. Saba als auch Barrett Resources sollten sich darüber im Klaren sein, dass erzwungener Kontakt mit isoliert lebenden indigenen Völkern ein enormes Risiko birgt, diese Völker zu zerstören.'

 

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