Indianer fordern vor Gericht Verbot gegen Ölförderung

Die indigene Vereinigung zur Entwicklung im peruanischen Regenwald, AIDESEP, beantragte vor Gericht ein Verbot der Ölförderung und bohrung in den von unkontaktierten Stämmen bewohnten Bereichen des peruanischen Regenwaldes.

Zwei der davon betroffenen Firmen, die spanische Repsol YPF und die US
amerikanische Barrett Resources haben vor, so bald wie möglich in die indianischen Territorien einzudringen.

Barrett hat bereits ein Ölfeld entdeckt, das als der größte Fund der letzten 30 Jahre im peruanischen Amazonasgebiet gilt.

Die rechtlichen Maßnahmen werden ergriffen, obgleich sich einige Firmen davon distanziert haben in Gebieten zu fördern, die von unkontaktierten Stämmen bewohnt werden. Bei der jüngsten Auktion von Perus staatlicher Ölgesellschaft Perupetro, wurde auf vier der sieben Förderparzellen, die im Stammesgebiet liegen, von keiner Firma ein Gebot erhoben.

Die Ergebnisse der Auktion wurden veröffentlicht, nachdem Survival und AIDESEP viele der Firmen, die an der Auktion teilnehmen sollten, nachdrücklich ermahnt hatten, die von den Stämmen bewohnten Gebiete nicht zu betreten.

Der Direktor von Survival International, Stephen Corry, sagte dazu heute: „Repsol, Barrett und andere Firmen wollen in die Gebiete der unkontaktierten indigenen Gruppen eindringen, obwohl sie damit gegen internationales Recht verstoßen und sowohl die Indianer als auch die Öl- Arbeiter in Gefahr bringen. Wo nicht kontaktierte indigene Gruppen leben, kann Ölförderung nicht sicher ausgeübt werden.“

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an info@survival-international.de