Todkranker Vater benutzt, um Söhne zu Umsiedlung zu zwingen 20 Januar 2005

Der High Court (zweithöchste Instanz) von Botswana hat gehört, wie die Regierungsbeamten einen Sterbenden aus seinem Haus im Zentral Kalahari Wildreservat zwangsumsiedelten und dann zurückkamen und seinen Söhnen sagten, wenn sie sich nicht ebenfalls umsiedeln ließen, würden sie ihren Vater nicht sehen dürfen.

Mogetse Kaboikanyo starb nur vier Monate nach seiner Vertreibung. Gegenüber Survival sagte seine Witwe im Zwangsansiedlungslager New Xade: „Dieses Land hat meinen Mann getötet."

Der kranke Mogetse Kaboikanyo aus der Gemeinde Kikao wurde im Februar 2002 nach New Xade gebracht. Seine Söhne blieben zurück. Sein Sohn Losobobe Mogetse erzählte gegenüber dem Gericht, wie er mit dem Beamten diskutierte, der ihn zwangsumsiedeln sollte und wie er aber schließlich aus Sorge um seinen Vater doch aus Kikao fortging: „Er sagte, wir dürften nicht zu dem alten Mann, wenn wir der Umsiedlung nicht zustimmten. Wir sagten, wir könnten uns in seiner Abwesenheit nicht umsiedeln lassen. Aber schließlich gab ich auf und stimmte zu, und wir gingen mit."

Nachdem er jahrelang darum gekämpft hatte, auf dem Land zu bleiben, wurde Mogetse doch in New Xade begraben, fern von den Gräbern seiner Vorfahren, weil die Beamten Losolobe und seinen Brüdern nicht erlauben wollten, ihn nach Kikao zu überführen. Er hatte wiederholt gesagt, er wolle auf seinem Land sterben. Vor den Vertreibungen sagte Mogetse gegenüber Survival: „Diese Dinge werden uns angetan, weil wir Buschmänner sind. Die Regierung von Botswana nennt sich Demokratie. Aber hier ist sie das nicht. Wir werden bis zu unserem Tod bedrängt, und bald wird niemand mehr übrig sein."

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