Brasilien: Polizei verhaftet Beamte aus dem Gesundheitswesen 26 Oktober 2007

Die brasilianische Polizei hat gestern im Bundesstaat Roraima 35 Menschen verhaftet. Sie werden verdächtigt, einen Fond der nationalen Stiftung des Gesundheitswesens (FUNASA) unterschlagen zu haben.

FUNASA ist in Roraima für die Gesundheitsversorgung der brasilianischen Yanomami Indianer verantwortlich. Per Erlass hatte die brasilianische Regierung 2004 das Gesundheitsprojekt der Yanomami, das von Survival und lokalen NRO’s unterstützt worden war, übernommen. Unter FUNASA wurden die Ausgaben verdoppeltet und die Zahl der Infektionen stieg deutlich an.

Davi Yanomami, ein Anführer der Yanomami, der sich zur Zeit in Berlin aufhält, wo er Treffen mit verschiedenen deutschen Spitzenpolitikern abhält, erklärte heute:
„Die eigentlichen großen Fische sind in der Hauptstadt Brasília. Die aus Roraima haben nicht viel zu sagen. Aber sie sind Handlanger, die helfen zu stehlen. Den Präsidenten von FUNASA und den Direktor der Fundação Universidade de Brasília sollten sie verhaften. Diese Leute haben große Augen, volle Mägen und berauben die Indigenen Brasiliens.“

Schätzungen zufolge haben die Beteiligten 19 Millionen US-Dollar (34 Millionen R$) aus öffentlichen Fonds unterschlagen.

 

Für mehr Informationen und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an info@survival-international.de

 

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