Amazonas Anführer: unkontaktierte Stämme leiden mehr denn je

Ein indigener Führer aus dem peruanischen Amazonasgebiet sagte aus, dass die Probleme, denen Perus unkontaktierte indigene Stämme des Amazonastieflandes gegenüberstehen, mindestens genauso schlimm, wenn nicht schlimmer sind, als alles, was sie innerhalb der letzten 500 Jahre erleiden mussten.

Alberto Pizango Chota, Präsident der AIDESEP (Perus Amazonas Indianer Organisation) bestätigt, dass die Organisation die Entscheidung der unkontaktierten Indianer, weiterhin in Isolation zu leben, unterstützen und verteidigen wird.

Herr Chota sprach bei einer Debatte über unkontaktierte Stämme in Iquitos, einer peruanischen Stadt im nördlichen Amazonasgebiet. Er fuhr fort: „Seit Beginn der Kolonialisierung war das Hauptanliegen immer die Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen gewesen.“

Insgesamt gibt es schätzungsweise 15 unkontaktierten Stämmen in Peru. Sie alle stehen unter der großen Gefahr der Exploration der Öl- und Erdgasvorkommen, die die peruanische Regierung auf ihrem Land vorantreibt und dem Vordringen von illegal agierenden Holzfällern.

Aufgrund ihrer Isolation, haben die unkontaktierten Stämme keine Immunität gegen Krankheiten, die von Außerhalb eingeschleppt werden könnten, entwickelt. Jeglicher Kontakt wäre tödlich. Bereits in den 1980ern starben 50% der zuvor isoliert lebenden Nahua, nachdem Ölvorkommen auf ihrem Land erkundet wurden.

 

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