Guarani-Frauen vergewaltigt 13 November 2007

Vergangenen Monat wurden zwei Guarani-Frauen von Sicherheitsleuten eines Ranchers vergewaltigt, der das Land in der Indianer-Gemeinde Nanderú Marangatú  illegal besetzt hält.

Die Sicherheitsleute hatten die Guarani-Gemeinde schon mehrmals bedroht, indem sie Schüsse in die Luft und einmal in die unmittelbare Nähe von spielenden Kindern abgaben.

Eine der Frauen, die die Sicherheitsleute der Vergewaltigung beschuldigt, sammelte gerade Feuerholz in der Nähe ihrer Unterkunft, als sie plötzlich angegriffen wurde. Die Sicherheitsleute verprügelten auch ihren Ehemann, als dieser versuchte, sie zu verteidigen.

Der brasilianische Präsident Lula erkannte die Guarani-Gemeinde Nanderú Marangatú im März 2005 offiziell an, nachdem die Guarani jahrelang auf einem neun Hektar großen Stück Land leben mussten und sich für die Rückgabe ihres Landes stark machten. Die Unterschrift des Präsidenten ist normalerweise der letzte rechtliche Schritt im Prozess der Land – Demarkierung. Die ortsansässigen Viehzüchter fechten diese Demarkierung jedoch gerichtlich an und verpflichteten private Sicherheitsleute dazu, in besagtem Gebiet auf Streife zu gehen.  

Die Polizei vertrieb die Guarani im Dezember 2005 aus Nanderú Marangatú und zwang sie, wieder am Rand einer Straße zu leben; dabei wurde ein Gemeindeoberhaupt getötet. Die Viehzüchter haben den Guarani nun erlaubt, in einen kleinen Teil ihres Gebietes zurückzukehren, doch die Sicherheitsleute schüchtern die Indianer nach wie vor ein.

Das Gemeindeoberhaupt Léia Aquino sagte: „Die Drohungen und Angriffe begannen am 5. Oktober, als bewaffnete Sicherheitsleute damit anfingen 50 Meter von unseren Häusern entfernt zu schießen. Männer und Frauen, die Feuerholz suchen, werden angegriffen und wenn wir die Polizei rufen, kommt sie nicht.“

 

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an info@survival-international.de 

 

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