Öl Boss – Foto von unkontaktierten Gruppen kein Existenzbeweis

Der Geschäftsführer von Perupetro, der Regierungseinrichtung, die in Peru für die Vergabe von Ölförderungslizenzen verantwortlich ist, gab an, dass die vor kurzem in Süd-Ost Peru aufgenommenen Fotos von einundzwanzig unkontaktierten Indigenen ihre Existenz nicht beweisen würden.

Die Fotos wurden während eines von der peruanischen Umweltbehörde und der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft gecharterten Fluges über einen der abgelegensten Teile des peruanischen Regenwaldes aufgenommen. Sie zeigen eindeutig einundzwanzig unkontaktierte Indianer und wurden in der peruanischen Tageszeitung „El Comercio“, sowie in vielen anderen Zeitungen weltweit, veröffentlicht.

Dennoch sagte Herr Saba, als er zu den Fotos in einem Interview mit El Comercio befragt wurde, ein Foto würde „noch nichts beweisen“. Diese Bemerkung folgt auf von Herrn Saba bereits früher diesen Jahres gemachte Aussagen, als er Empörung mit der im peruanischen Fernsehen gemachten Behauptung hervorrief , ‚Es sei absurd zu sagen, es gäbe unkontaktierte Völker, wenn sie nie jemand gesehen hat.’

Die jüngsten Äußerungen von Herrn Saba erfolgten nur drei Tage nachdem Perus Präsident Garcia die Existenz unkontaktierter Völker in einem Artikel in El Comercio in Frage gestellt hatte.
Die Sprecherin von Perupetro, Cecilia Quiroz, hatte in der Vergangenheit auch Zweifel über die Existenz der Indigenen geäußert und sie mit dem Monster von Loch Ness verglichen.

Insgesamt wird die Zahl der unkontaktierten indigenen Völker in Peru auf fünfzehn geschätzt und Survival und andere Organisationen haben über die Jahre eine Vielzahl an Beweisen für ihre Existenz gesammelt. Die peruanische Regierung bewirbt und treibt aktiv den Abbau von Öl- und Gasvorkommen in den Gebieten voran, in denen die indigenen Völker leben.

 

Für mehr Informationen, Hintergrund- und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an info@survival-international.de